Hilfe im Notfall

22.11.2017
Stellten die so genannte ?Grüne Dose? vor (v.r.): Initiatorin Claudia Lukassowitz, Wolfgang Hengsbach (Vorsitzender Seniorenbeirat), Wilfried und Maria Benkel (Malteser) sowie Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden.
Stellten die so genannte "Grüne Dose" vor (v.r.): Initiatorin Claudia Lukassowitz, Wolfgang Hengsbach (Vorsitzender Seniorenbeirat), Wilfried und Maria Benkel (Malteser) sowie Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden.

Geseke. Immer mehr Menschen haben zuhause einen Notfallpass oder Medikamentenplan. Nur ist es für Rettungskräfte meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. Die Lösung könnte künftig im Kühlschrank stehen. Denn nach erfolgreichem Vorbild aus dem Ausland kommen Notfallinformationen kurzerhand in eine Notfalldose und werden dann in der Kühlschranktür gelagert. Somit haben sie einen festen Ort und können in jedem Haushalt schnell und einfach gefunden werden.

Die so genannte "Grüne Dose" ist ab sofort auch in Geseke erhältlich, wie Apothekerin Claudia Lukassowitz erklärt. Die Inhaberin der Westtor-Apotheke möchte die Notfalldose gerne flächendeckend in Geseke in Umlauf bringen. "Ich werde deshalb auch das Gespräch mit den anderen Apotheken suchen. Am Schönsten wäre es natürlich, wenn die Dosen in allen Apotheken im Stadtgebiet erhältlich wären", so Lukassowitz. Zum Preis von zwei Euro gibt es die grünen Dosen zu kaufen.

Das Handling für den Nutzer ist derweil äußerst einfach: In der Dose befindet sich ein Medikamentenplan. Hier kann, mit Hilfe des Hausarztes oder des Apothekers, eingetragen werden, ob irgendwelche Erkrankungen vorliegen und welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden müssen. Aber auch die Blutgruppe und viele weitere Dinge werden in den Plan eingetragen. "Den Rettungsdiensten reicht dann ein kurzer Blick auf den Zettel, um passend reagieren zu können", weiß Lukassowitz. "Die auf diesem Weg eingesparte Zeit kann Leben retten."

Ein ähnliches Prinzip verfolgt übrigens auch die Notfallkarte der Stadt Geseke, die seit 2011 erhältlich ist. Über 2.500 Exemplare dieser kostenlosen Karte wurden bereits im Stadtgebiet ausgegeben. Die Notfallkarte wurde seinerzeit Dank der Idee des Seniorenbeirats-Vorsitzenden Wolfgang Hengsbach ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit Stadtmitarbeiterin Rita Lemke wurde daraufhin das Layout der Karte erarbeitet. Ähnlich, wie in der "Grünen Dose", stehen auf der Notfallkarte ebenfalls die wichtigsten Informationen zur jeweiligen Person.

"Ein Unfall, ein Sturz oder ähnliches kann jedem passieren. Die Erfahrung der Rettungsdienste zeigt, dass es ein Albtraum ist, wenn eine verunglückte Person nicht ansprechbar ist und die Menschen in der Umgebung keine eindeutigen Angaben zur Situation machen können", erklärt Lemke. "Im Notfall können daher Informationen über Vorerkrankungen oder regelmäßige Medikamenteneinnahmen lebensrettend sein. In der kleinformatigen Broschüre können für den Fall des Notfalles Erkrankungen und Medikamente eingetragen werden."

Die Notfallkarte wird in zweifacher Ausfertigung ausgegeben: Ein Exemplar sollten die Nutzer bei sich tragen. Die zweite Karte ist in Augenhöhe neben der Wohnungstür zu befestigen.

Die Notfallkarten sind kostenlos bei Rita Lemke in der Stadtverwaltung Geseke, Raum 106, erhältlich.

Adresse (Hauptgebäude):
Stadtverwaltung Geseke
An der Abtei 1
59590 Geseke

Verwaltungsgebäude Altes Rathaus:
Stadtverwaltung Geseke
Am Teich 13
59590 Geseke

Außenstelle Bürgerbüro/Ordnungsamt:
Stadtverwaltung Geseke
Mühlenstraße 11
59590 Geseke

Briefadresse/Fon/Fax/Mail:
Stadtverwaltung Geseke
Postfach 1442
59585 Geseke

Telefon: 02942 / 500 0
Telefax: 02942 / 500 25
E-Mail: post@geseke.de

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