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Mittwoch, 08.02.2012

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Grundstein zum Neubau des LWL-Pflegezentrums gelegt

Grundsteinlegung für den Neubau des Pflegezentrums des LWL an der Bachstraße in Geseke
von links: zwischen den beiden Bewohnern des zukünftigen Neubaues stehend Bürgermeister Franz Holtgrewe, Iris Abel, Architekt Helmut Gesmann, Dr. Wolfgang Kirsch

Der Bau des neuen Pflegezentrums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) an der Bachstraße in Geseke hat begonnen. LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch legte am 02.11.2009  im Besein von Bürgermeister Franz Holtgrewe und zahlreichen geladenen Gästen, unter ihnen die stellvertretende Landrätin Dr. Ulrike Gillhaus, die Landtagsabgeordneten Werner Lohn und Marlies Stotz, gemeinsam mit zwei zukünftigen Bewohnern den Grundstein für den etwa sieben Millionen Euro teuren Neubau, der demnächst 80 Menschen ein Zuhause sein wird.
Die Geschichte des LWL, zu der das Haus gehört, reicht in Geseke zurück bis ins Jahr 1841, als an der alten Klosteranlage die damalige Provinzial-Krankenanstalt eröffnet wurde. Die nicht denkmalgeschützten Gebäude des Gesamtkomplexes wurden in den vergangenen Monaten abgebrochen, so dass an gleicher Stelle jetzt ein Neubau entstehen kann. "Wir freuen uns, diesen traditionsreichen Standort erhalten zu können", sagte Landesdirektor Kirsch im Rahmen eines Festaktes in der benachbarten Barockkapelle St. Johannes Baptist. Er betonte: "Mit dem Neubau an dieser exponierten Stelle sind die Bewohner auch künftig mitten drin in Geseke. Sie erleben aber auch die Geborgenheit der schützenden Klostermauern." Den Bewohnern und Beschäftigten des LWL-Pflegezentrums sprach er großen Dank aus für die Bereitschaft, vorübergehend in ein freigewordenes Haus am Standort Lippstadt zu ziehen.
Die "gute Abstimmung" zwischen dem LWL und der Stadt Geseke in der bisherigen Plan- und Bauphase hob Bürgermeister Franz Holtgrewe hervor und machte auf die Bedeutung der Einrichtung für die Infrastruktur aufmerksam: "In einer Zeit, in der es auf dem Arbeitsmarkt quietscht und kracht, erhält der LWL in Geseke Arbeitsplätze, qualifizierte Arbeitsplätze. Das ist ein Wert an sich."
Um Gottes Segen für das neue Haus und seine Bewohner baten Pfarrer Gerald Harringhaus und Pfarrer Werner P. Nicolei. Danach ließ Dr. Wolfgang Kirsch mit Unterstützung zweier zukünftiger Bewohner des Neubaus eine Grundsteinkartusche in die Erde ein, die neben den Bauplänen eine tagesaktuelle Zeitung sowie Geldmünzen enthielt.

"Insgesamt etwa sieben Millionen Euro investiert der Landschaftsverband in den Standort Geseke, die dem LWL-Pflegezentrum Lippstadt als verzinsliches Darlehen zur Verfügung gestellt werden", erläuterte Helmut S. Ullrich, Kaufmännischer Direktor der LWL-Einrichtungen im Kreis Soest. "Die Baumaßnahme ist erforderlich, da die Einrichtungen den stetig wachsenden, pflegerechtlichen Anforderungen zukünftig nicht mehr entsprochen hätte", ergänzte Iris Abel, Leiterin des LWL-Pflegezentrums Lippstadt. Das neue Pflegezentrum ist als abgewinkelter Riegelbaukörper geplant, der zur Bachstraße hin vier Stockwerke und zur Düsteren Gasse hin drei Stockwerke erhält. Dort entstehen drei Pflegebereiche mit jeweils zwei Wohngruppen für 13 bis 14 Personen. "Leben werden die Bewohnerinnen und Bewohner in komfortablen Ein- und Zweibettzimmern mit angrenzendem Duschbad. Darüber hinaus werden ihnen großzügige Bereiche für die Tagesgestaltung zur Verfügung stehen", so Iris Abel weiter. Der Eingangsbereich befindet sich in direkter Anbindung zur Bachstraße ebenso wie die verkehrstechnische Erschließung über die bestehende Zufahrt. Bei der Gestaltung orientiert sich der Neubau an die vorhandene Nachbarbebauung. Für 2011 ist die Fertigstellung des Neubaus vorgesehen.