

"Eine gute Idee", so empfiehlt Gaby Schnell, die Vorsitzende der Landesseniorenvertre-tung (LSV) Nordrhein-Westfalen, die Anregung des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe weiter, in Handys so genannte ICE-Notfall-Nummern einzuspeichern. "Früher trug man Notfall-Ausweise bei sich – deren modernes Pendant, das Mobiltelefon, hilft Rettern verunfallter Menschen, schnell einen Angehörigen oder Vertrauten zu benachrichtigen", erkennt die Sprecherin von rund 140 kommunalen Seniorenvertretungen darin die Chance, gerade älteren Menschen in einer beängstigenden Situation wie nach einem Unfall oder einer akuten Erkrankung rasch einen Bekannten zur Seite rufen zu können.
Rettungssanitäter oder Ambulanzfahrer haben diese in London entstandene Idee nach Deutschland gebracht. Sie finden häufig Handys bei den Opfern – aber gerade, wenn die Menschen bewusstlos sind oder unter Schock stehen, können die entsprechenden Angehörigen oder Freunde nicht schnell ermittelt werden. Unter dem internationalen Code ICE (in case of emergency, also "im Notfall") sollten Name und Telefon-Nummer der Vertrauensperson gespeichert sein, die die Retter dann im elektronischen Telefonbuch rasch finden und benachrichtigen können. Stehen mehrere Personen dafür zur Verfügung, so empfehlen Ärzte und Sanitäter, sie jeweils unter ICE 1, ICE 2 und so weiter einzutragen.
"Einfach, kostenfrei und hilfreich", so kommentiert Gaby Schnell, weist allerdings drauf hin, dass neben dem internationalen Code ICE durchaus auch die eingedeutschte Form "IN" – steht für "Im Notfall" – von manchen Seiten empfohlen wird. "Da bringt ein einheitliches Symbol mehr", findet sie und schlägt ergänzend vor, diesen Hinweis auf einen ICE-Eintrag vielleicht künftig bereits im Hany voreinzustellen und im zugehörigen Handbuch zu erläutern. Und zwar nicht nur bei so genannten Senioren-Handys. Denn ein Notfall kann schließlich jeden treffen.