

Interview mit Bürgermeister Franz Holtgrewe, dem Schirmherrn der Veranstaltung, Peter Böhme und Karl-Georg Kasperski, Mitinitiatoren des Frühjahrsputzes
Wie ist bisher die Resonanz auf die Idee?
Böhme: "Die Idee ist von allen Seiten begrüßt worden. Die Beteiligten werben in ihrem Umfeld für die Teilnahme am Frühjahrsputz. Offen bleibt, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich motivieren lassen, an dem Frühjahrsputz teilzunehmen."
Was müssen die Teilnehmer mitbringen?
Böhme: "Das die Aktion bei jedem Wetter stattfinden wird, natürlich witterungsangepasste Bekleidung. Die Müllsäcke werden gestellt. Sinnvoll sind Arbeitshandschuhe und ggf. anderen Werkzeuge, die das Einsammeln von Müll erleichtern können (Schaufel, Greifer, Bollerwagen usw.)."
Kann man sich noch beteiligen und wann geht es los?
Kasperski: "Weitere Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen. Treffen ist am Samstag um 10.00 Uhr auf dem Marktplatz. Von dort geht es in die dreizehn Sammelbezirke. Nach ca. zwei Stunden treffen sich alle Teilnehmer wieder auf dem Marktplatz um sich nach getaner Arbeit zu stärken."
Ist die Stadt nicht nach einer Woche schon wieder dreckig?
Kasperski: "Natürlich ist die Aktion Frühjahrsputz zunächst eine einmalige Reinigungsaktion. Wir hoffen jedoch, dass die Aktion eine längerfristige Wirkung hat und die Einstellung der Einwohner zu ihrer Stadt beeinflusst. Die Gefahr, dass Unrat achtlos weggeworfen wird, ist in Bereichen, in denen sowieso schon viel Müll liegt, besonders groß. In gepflegten und sauberen Anlagen wir erfahrungsgemäß seltener Müll entsorgt."
Muss der Bürger nicht normalerweise "vor seiner Haustür selbst kehren"?
Holtgrewe: "Das ist tatsächlich so. Die Reinigung aller Gehwege im Stadtgebiet ist auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen. Die Reinigungspflicht der Anlieger bezieht sich im Regelfall auch auf die Straßen bis zur Straßenmitte. Augenommen sind nur Durchgangsstraßen, bei denen der Straßenraum mit der Kehrmaschine gereinigt wird und die Anlieger hierfür Straßenreinigungsgebühren zahlen. Aber auch hier müssen die Anlieger den Gehweg reinigen."
Gibt es Ideen, die Stadt dauerhaft sauber zu halten?
Holtgrewe: "Natürlich kann die Stadt Verstöße gegen die Straßenreinigungspflicht ahnden und auch Bußgelder festsetzen. Soweit sollte es jedoch im Regelfall nicht kommen. Die Grundidee ist, den Müll zu vermeiden, also die Stadt so sauber zu halten, dass niemand auf die Idee kommt, Müll wegzuwerfen."
Böhme: "Daneben verfolgt die Initiative Geseke auch die Idee für Patenschaften für bestimmte Bereiche im Stadtgebiet. Das können Patenschaften für Blumenkübel, Anpflanzungen, Abschnitte eines Bachlaufes aber auch für einen ganzen Park sein. Hier gibt es schon interessante Ansätze, die in den Arbeitsgruppen weiter diskutiert werden."
Welche Wünsche haben Sie für die Aktion am Samstag?
Kasperski: "Zunächst natürlich eine hohe Anzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller Altersgruppen und gutes Wetter, zumindest keinen Schnee. Daneben ist zu wünschen, dass sich auch Bürger im Rahmen ihrer Straßenreinigungspflicht vor ihren Grundstücken beteiligen und den Samstag für eine Grundreinigungsaktion der öffentlichen Gehwege und Straßen nutzen."
Handelt es sich um eine einmalige Aktion?
Böhme: "Im nächsten Jahr soll der Frühjahrsputz auf jeden Fall wiederholt werden. Nicht ohne Grund steht auf den Plakaten "erster" Frühjahrsputz. Ob es zwischendurch noch eine Aktion geben wird, hängt von der Resonanz und der Wirkung dieser Maßnahme ab."