

Die Straßenbeleuchtung in Geseke ist durch den Austausch des vollständigen Inletts des herkömmlichen Leuchtkopfes mittels elektronischem Vorschaltgerät einschließlich Dimmfunktion noch effizienter geworden. Insgesamt 107 Leuchten im Bereich der Störmeder Straße, Bürener Straße und des Van-der-Reis-Weges hat die Stadt Geseke mit den anteiligen Zuschüssen des Bundes aus dem BMU-Umweltinnovationsprogramm umrüsten können.
Kämmerer Franz Hoof nahm nun gemeinsam mit Dipl. Ing. Hubert Steffens vom städt. Bauamt die umgerüstete Beleuchtungsanlage ab. Helmut Grawe vom Regionalzentrum Arnsberg der RWE Rheinland Westfalen Netz AG erläuterte vor Ort noch einmal das eingebaute Managementsystem, das den Energiebedarf und die Beleuchtungsstärke regelt.
Mit dem Austausch der vorhandenen Blöcke und dem Einbau des elektrischen Vorschaltsystems verringert sich nicht nur der Energieverbrauch von bisher 166 Watt auf nur noch 109 Watt bei gleicher Lichtleistung. Diese Leistung kann sogar in verkehrsschwachen Zeiten z.B. ab 21.00 Uhr um bis zu 50% herunter gedimmt werden. Auch kann nun jeder Lichtpunkt individuell gesteuert und der Energieverbrauch bzw. die Energiebilanz pro Lampe erfasst werden. Fehler werden sofort und punktgenau an das neue Managementsystem gesendet. Das führt zur Senkung der Wartungskosten auf Grund kürzerer Eingriffszeiten und zielgerichteter Materialeinsätze. Die vom technischen System gesammelten Informationen laufen alle auf einem zentralen Rechner zusammen und werden von dort gesteuert und überwacht. Für den Einbau des neuen MINOS-Managementsystems waren keine zusätzlichen Verkabelungen im Straßenbereich erforderlich. Die Installation erfolgte im Auftrag der Stadt Geseke durch die RWE Westfalen Netz AG, die gemeinsam mit der Fa. IMD GmbH und dem Leuchtenhersteller Trilux dieses System realisieren.
Die zukunftsorientiert arbeitende Anlage kann nach Bedarf mit zusätzlichen Modulen ausgeweitet werden. Beispielsweise kann die Lichtanlage als Elektro-Tankstelle zum Aufladen von Elektrofahrzeugen dienen. Auch können Verkehrsleitsysteme, Werbetafeln oder Kameras angeschlossen werden.
In den Genuss der Förderung kam die Stadt Geseke durch ihre Platzierung (3. Platz) beim Bundeswettbewerb "Energieeffiziente Stadtbeleuchtung" des Bundesumweltministeriums in der Kategorie "Sanierung in Kommunen zwischen 10.000 und 50.000 Einwohnern". Im Wettbewerb setzte sich die Stadt Geseke gemeinsam mit ihren Partnern, der RWE Rheinland Westfalen Netz AG sowie der Firmen Trilux und IMD mit ihrem Vorschlag gegen 180 Kommunen durch.