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, 22.10.2017

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Eine humorvolle Reise in den Ruhrpott

Frank Goosen präsentierte humorvolle Geschichten aus dem Leben im Ruhrpott.
Frank Goosen präsentierte humorvolle Geschichten aus dem Leben im Ruhrpott.
Eigentlich ist Frank Goosen mit seinem Leben sehr zufrieden. Wären da nicht einige entgangene Chancen, denen er nach vielen Jahren immer noch nachtrauert. So z.B. der Chance, bei seiner Jugendliebe Carola zu landen. Dabei hatte er sich doch so sehr ins Zeug gelegt und ihr zuliebe sogar ein Konzert von "Simon and Garfunkel" besucht, obwohl derartige Musik schon damals als Mädchen-Mucke verschrien war.

Neben diesem Rückblick in die Zeit seiner Pubertät gewährte der Kabarettist und Schriftsteller Frank Goosen noch viele weitere Einblicke in sein bisheriges Leben. Auf Einladung des Städtischen Kulturvereins Geseke hatte der 50-Jährige am Samstag in der Hellwegstadt Station gemacht. Im Gepäck dabei hatte der Bochumer eine Auswahl seines schriftstellerischen Schaffens. Und so nahm Goosen seine Zuhörer mit auf eine literarische Reise in den Ruhrpott der 1970er und 1980er Jahre.

Bei dieser Reise durch die vergangenen Jahrzehnte landete Goosen eben auch bei seiner Jugendliebe und Mitschülerin Carola. Als diese ihm eindeutige Avancen machte und ihn sogar zu einem gemeinsamen Bad in der elterlichen Badewanne einlud, reagierte der junge Frank Goosen jedoch leider nicht so, wie es sein 35 Jahre älteres Ich gerne gehabt hatte. "Ich bin aus dem Bad rausgegangen, habe mich vor die geschlossene Tür gesetzt und Gitarre gespielt. Ein Stück, das ich extra für Carola geschrieben habe", erinnerte sich Goosen und schlug dabei die Hände vors Gesicht.

Doch nicht nur diese Anekdote hat das Leben des Kabarettisten stark geprägt, wie er selbst erzählte. Auch seine Herkunft sei entscheidend für viele Dinge. "Ich komme in Bochum von der Alleestraße weg", schilderte Goosen seinen Zuhörern im passenden Ruhrpott-Slang. "Ich sag mal so: Da gibt es keine Bibliotheken und der Bücherbus fährt mit verhängten Scheiben vorbei." Und so waren es vor allem humorvolle Geschichten wie diese, mit denen Frank Goosen immer wieder für Lacher und Applaus im Publikum sorgte.

Aus gleich mehreren seiner Bücher trug Goosen amüsante Passagen vor, die er dann immer noch mit weiteren Pointen garnierte. Natürlich blieben auch dezente Hinweise auf seine Fußball-Leidenschaft und die damit verbundene blau-weiße Liebe zum VfL Bochum nicht aus. Es waren aber auch die Anekdoten zu Charakteren wie Kiosk-Besitzerin "Omma Änne" oder Mitschüler Friedrich Pokorny, die Frank Goosen zum Besten gab und damit bei seinen Zuhörern auf große Begeisterung stieß.