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Montag, 23.10.2017

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Integrationskurs für Frauen

Blick auf die Frauen des Intergrationskurses sowie Vertreter der ev. Kirchengemeinde, der Stadt Geseke, des Weiterbildungsträgers sowie des ev. Familienzentrums
Melanie Schlottmann, Frank Hunold, Dozentin Petra Schröter, Maria Schubert, Pfarrerin Kristina Ziemssen und Marion Blobel (Ev. Familienzentrum Senfkorn) freuen sich gemeinsam mit den Frauen über den Kurs zur Integration.

 

 

Mehr als nur Vokabeln lernen im Moment 24 Frauen aus den unterschiedlichsten Ländern beim Frauen-Integrationskurs in den Räumlichkeiten des Bodelschwingh-Hauses der ev. Kirchengemeinde in Geseke.

Sie kommen aus Syrien, dem Irak, Iran, der Türkei, Kamerun, Eritrea, Russland, Polen, Argentinien, China und dem Libanon und werden seit Februar drei Mal die Woche von der Integrationslehrkraft Petra Schröter unterrichtet und dabei fit für das Leben in Deutschland gemacht. Während die Frauen die deutsche Sprache lernen und in politischer Bildung und Staatskunde geschult werden, betreuen Fachkräfte des ev. Familienzentrums Senfkorn die Kinder der Teilnehmerinnen in unmittelbarer Nähe.

Ein Kurs in Teilzeit, nur für Frauen und mit Kinderbetreuung, das ist eine ganz besondere Kursvielfalt. Petra Schröter, Integrationsdozentin des Kurses: "Bereits seit 23 Jahren vermittele ich in den Integrationskursen die deutsche Sprache und die Grundzüge des politischen Systems. Dabei sind Unterschiede zwischen einem reinen Frauenkurs und bei Kursen mit Männern und Frauen festzustellen. Wir sprechen im Kurs über Themen, die die Frauen besonders interessieren, zum Beispiel über Kindergarten, Schule oder spezielle Beratungsangebote vor Ort. Die Teilnehmerinnen treffen auf andere Frauen, die ähnliche Interessen haben, sie tauschen sich untereinander aus und freunden sich sogar an. Außerdem erörtern wir, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es zwischen dem Leben von Frauen in Deutschland und in ihren Heimatländern gibt."

Der rund 1 ½ Jahre laufende Kurs (900 Unterrichtsstunden und 100 Unterrichtsstunden Orientierungskurs) wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert und wurde mit Unterstützung der STadt Geseke von der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Soest  organisiert. Als Ansprechpartnerin des Bildungswerkes ist Melanie Schlottmann direkt vor Ort im Bodelschwingh-Haus zu erreichen.

Maria Schubert, Referentin für Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Soest: "Wir haben hier die ganz besondere Situation, dass die Kinder betreut werden, während ihre Mütter lernen. Das sind natürlich optimale Bedingungen für Frauen, leider aber noch eine Seltenheit." Sie bedankte sich beim Ev. Familienzentrum Senfkorn für die Unterstützung bei der Betreuung der Kinder sowie bei der Ev. Kirchengemeinde für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Pfarrerin Kristina Ziemssen: "Integration gelingt nur durch Kommunikation und das Erlernen der Sprache ist ein wichtiger Schritt zur sozialen, gesellschaftlichen und beruflichen Teilnahme im neuen Leben. Da helfen wir gerne".