Bildcollage aus Geseker Ansichten
Willkommen in Geseke
Aktuell
Bürgerservice
Politik
Stadtinfos und Tourismus
Wirtschaft
Gesundheit
Soziales
Kontakt
Montag, 23.10.2017

Schriftgröße

+ | - |  Standard

Darstellung

Suche

Ausstellungen bereichern die Festwoche

Ein Schwarm kleiner, silbrig glänzender Objekte - im Chorraum der Stadtkirche St. Petri in Geseke werden sich ab dem 14. Juli einige Tausend Fingerhüte zu einem ungewöhnlichen Raumbild auf Zeit vereinigen. Von Patina überzogen, viele durch den alltäglichen Gebrauch ramponiert, manche sogar durchstochen, offenbaren sie hier vielfältige ästhetische und erzählerische Qualitäten.

In ihrem Beitrag zur Geseker Festwoche anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Verleihung der Stadtrechte lenkt die Künstlerin Gabriele Wilpers mit ihrer Ausstellung "Sternenraum" den Blick auf diesen unscheinbaren Gegenstand, der heute kaum noch in Gebrauch ist. Hervorgeholt aus Schubladen und Schachteln, oft eine letzte Hinterlassenschaft, berichten die Fingerhüte von mühseliger Arbeit, aber auch von der Kunstfertigkeit des Nähens, und versinnbildlichen Sorgen und Hoffnungen des Lebens. Auf diese Weise werden die Fingerhüte, viele davon von Geseker Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt, zu Spuren der Erinnerung an die Frauen, die die Geschichte der Stadt mitgeprägt haben.

Zur Eröffnung der Installation am Freitag, 14. Juli, laden die Künstlerin Gabriele Wilpers und die Stadt Geseke um 17 Uhr in die Stadtkirche St. Petri ein. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Remco van der Velden und Pfarrer Rainer Stahlhacke wird Heribert Knapp eine Einführung geben. Es folgt eine Rezitation von Sabine Osthoff (Schauspielhaus Bochum). Musikalisch untermalt wird die Vernissage von Ilka Wagner (Fagott, Essener Philharmoniker) und Arno Hartmann (Orgel, Kirchenmusikdirektor Bochum).

Im direkten Umfeld der Stadtkirche wird es zudem noch eine zweite Ausstellung geben. Auf Einladung von Gabriele Wilpers entwickeln die Bühnenbildnerin Emilie Cognard und der Architekt Andreas Trampe-Kieslich - geleitet von dem Wunsch, die Vorfahren der Stadt zu würdigen - eine Installation im Bereich des alten Kirchhofs. Durch ihren künstlerischen Eingriff verwandeln sie die vorhandene räumliche Situation auf poetische Weise und bringen die Geschichte dieses Ortes zur Sprache. Unter dem Namen "Zu Füßen der Steine liege ich Dir zu Füßen" wird die Rauminstallation zu sehen sein.

Für besagte Ausstellung suchen Emilie Cognard und Andreas Trampe-Kieslich noch alte Schuhe, die sie für ihre Installation nutzen dürfen. Wer also noch abgenutzte Schuhe bei sich zuhause herumstehen hat (keine Stiefel und Sandalen), kann diese am Empfang der Stadtverwaltung abgeben. Hier steht eine Kiste bereit, in der die Schuhspenden gesammelt werden.

Für die Vorbereitung der Installation von Cognard und Trampe-Kieslich sowie für die Vorbereitung der Ausstellung von Gabriele Wilpers werden zudem noch freiwillige Helfer/innen gesucht, die in den Tagen vor der Vernissage mit anpacken. Freiwillige können sich im Kulturamt unter Tel. 02942/500-949 melden.