Bildcollage aus Geseker Ansichten
Willkommen in Geseke
Aktuell
Bürgerservice
Politik
Stadtinfos und Tourismus
Wirtschaft
Gesundheit
Soziales
Kontakt
, 22.10.2017

Schriftgröße

+ | - |  Standard

Darstellung

Suche

Gründung der Stadtwerke Geseke GmbH beschlossen

Leiten als Geschäftsführer die Stadtwerke Geseke GmbH: Hans-Jürgen Kayser (l.) und Bernd Funke (M.). Erster Gratulant war Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden.
Leiten als Geschäftsführer die Stadtwerke Geseke GmbH: Hans-Jürgen Kayser (l.) und Bernd Funke (M.). Erster Gratulant war Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden.
Der Rat der Stadt Geseke hat in einer Sonderratssitzung am 02. März 2017 den Beitritt der Stadt Geseke in die bestehende Projekt-Gesellschaft der Gelsenwasser-Gruppe und damit die Gründung von Stadtwerken beschlossen.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Stadt und VGW wird den Namen "Stadtwerke Geseke GmbH" erhalten. Das Geschäft der neuen Stadtwerke ruht auf zwei Säulen: Zum einen hält die Stadtwerke Geseke GmbH 74,9% der Eigentumsanteile am Gas- und Stromnetz in Geseke, die restlichen 25,1 % gehören weiterhin der RWE/Innogy, zum anderen wird sie in der Wohnungswirtschaft aktiv sein und bezahlbaren Wohnraum in Geseke schaffen.

Ihren Anteil von 51 % an dem Gemeinschaftsunternehmen wird die Stadt Geseke teils in Geld und teils mit Häusern und Grundstücken einbringen. Bürgermeister Dr. Remco van der Velden: "Wir bezahlen unseren Anteil an den Stadtwerken zum Großteil mit Immobilien als sogenannte Sacheinlage, so dass nur knapp 700.000 Euro als Geldeinlage verbleiben. Die Immobilien sind der Kern des wohnungswirtschaftlichen Geschäftsfelds unserer neuen Stadtwerke."

Die Stadt Geseke hatte in den letzten beiden Jahren vier Häuser für die Unterbringung von Migranten erworben. Neben diesen vier Immobilien an der Haholdstraße, der Lange Straße, der Turmgasse und der Nordmauer wird die Stadt Geseke das Haus der Vereine, die Stadtverwaltung, das ehemalige Gesundheitsamt, das Haus Thoholte sowie ein Wohn- und Geschäftshaus in der Bachstraße in die Stadtwerke einbringen. Durch die Immobilientätigkeit der Stadtwerke soll in erster Linie bezahlbarer Wohnraum in Geseke geschaffen werden. Die herrschende akute Wohnungsknappheit in Geseke ist durch den Zuzug von Migranten und der seit einigen Wochen bestehenden Residenzpflicht für bestimmte Migranten noch verschärft worden. "Wir möchten sozialen Wohnraum durch Neubauten aber besonders auch durch den Erwerb und die Renovierung bestehender Gebäude schaffen. Die so geplante Schaffung bezahlbarer Wohnungen ist zudem eine gute Chance zur Integration", so Bürgermeister Dr. Remco van der Velden. "Dieses Vorgehen bringt einen direkten Mehrwert für Geseke. Für den städtischen Haushalt entfallen die Abschreibungen und die Gebäudeunterhaltung. Die Stadtwerke übernehmen die Unterhaltung, Sanierung und Nachnutzung der Gebäude. Im Gegenzug erhalten die Stadtwerke Mietzahlungen von der Stadt und können die Folgenutzung der Gebäude bzw. Grundstücke organisieren. Beide Seiten profitieren."

Das Strom- und Gasnetz befindet sich im Eigentum der Stadtwerke Geseke Netze GmbH & Co. KG, an der die neue Stadtwerke Geseke GmbH 74,9 % hält. Weiterer Gesellschafter in der Stadtwerke Geseke Netze GmbH & Co. KG ist die innogy Netze Deutschland GmbH. Die Netzgesellschaft hat ihren Sitz in Geseke. Das Gasnetz wird von der Gelsenwasser Energienetze GmbH und das Stromnetz weiterhin von der Innogy-Tochter Westnetz betrieben, ausgebaut und unterhalten. Beide Unternehmen zahlen für den Betrieb eine Pacht, die Stadtwerke Geseke halten nur die Eigentumsanteile am Gas- und Stromnetz. Die neuen Stadtwerke bieten also weder Strom noch Gas an Endkunden an.

Die Stadtwerke Geseke GmbH wird von zwei Geschäftsführern geleitet. Neben Bernd Funke, VGW, wird der Geseker Hans-Jürgen Kayser tätig sein. "Die Geschäftsführung mit den Herren Kayser und Funke ist für unsere Stadtwerke Geseke GmbH die optimale Kombination aus langjähriger Ortskenntnis und Immobilienerfahrung gekoppelt mit einer guten Anbindung an das Know-how unseres Partners VGW", so van der Velden.