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Samstag, 04.02.2012

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Soziale Sicherung

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist ein Instrument der Jugendhilfe bzw. Jugendarbeit. Sie versteht sich als ein spezifischer Zugang der Jugendhilfe zur eigenständigen Lebenswelt Schule. Sie hat das Ziel, auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG §§ 1, 11, 13), neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Schule, Jugendhilfe und Jugendarbeit zu schaffen. Schulsozialarbeit arbeitet in Abstimmung und Kooperation mit den Lehrer/innen und der Schulleitung. Sie stellt eine selbständige an Kindern und Jugendlichen orientierte pädagogische Arbeit in der Institution Schule und in ihrem direkten Umfeld (Innenstadt) dar.


Aufgaben und Tätigkeiten unseres Dipl.-Sozialpädagogen

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Gesellschaft auf, die einem immer schnelleren Wandel unterlegen ist.

- Norm- und Wertvorstellungen verändern sich.
- Unterschiedliche Familienformen stehen nebeneinander.
- Freiräume zum Ausprobieren und zum Sammeln von Erfahrungen sind kaum vorhanden.

Diese Veränderungen wirken sich sowohl auf das Familienleben als auch auf das schulische Leben aus. Schüler geraten mehr und mehr in Konfliktsituationen mit Eltern, Lehrern, Mitschülern und mit sich selbst. Lehrer müssen sich oftmals neben ihrer eigentlichen Lehrtätigkeit auch mit dem Sozialverhalten der Schüler auseinandersetzen.

Hier setzt die Schulsozialarbeit an. Sie bietet Hilfe bei der Bewältigung und Lösung von Problemen an.



1. Zielgruppe

Die Schulsozialarbeit spricht konkret drei Gruppen an: Schüler, Lehrer und Erziehungsberechtigte. Diese Zielgruppen nehmen die Angebote der Schulsozialarbeit aus unterschiedlichen Bedürfnissen wahr.

Schüler mit Fragen zu:


  • schulischen Themen
  • (schlechte Noten, Schulunlust, Schulangst, Konflikte mit Lehrern, Konflikte mit Mitschülern)
  • persönlichen Themen
  • (Konflikte innerhalb der Familie, Beziehungsprobleme, Konflikte in der Clique)

Lehrer mit Fragen zu:

  • einzelfallbezogenen Themen
  • gruppenpädagogischen Themen

Erziehungsberechtigte mit Fragen zu:

  • schulbezogenen Themen (Leistungsabfall, Leistungsverweigerung, Schulverweigerung)
  • erzieherischen Themen (Gewaltbereitschaft, Kriminalität, Schwierigkeiten in der Familie)



2. Ziele

Aufbau einer professionellen Beziehung durch:

  • Vertrauensbildung
  • Verlässliche Absprachen
  • Schweigepflicht

Aufbau und Förderung von Eigenverantwortung seitens der Schüler durch:

  • Aufgabenübertragung
  • Gemeinsame Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten
  • Prinzip der Freiwilligkeit

Anwaltschaft für Schüler durch:

  • Einsatz für die Ideen und Rechte der Schüler
  • Parteilichkeit für Schüler

Bindeglied zwischen:

  • Schülern und Lehrern
  • Schülern und Erziehungsberechtigten
  • Lehrern und Erziehungsberechtigten
  • Schule und Jugendhilfe



3. Aufgaben der Schulsozialarbeit allgemein

Prävention:

  • Klassenprojekte zu Themen wie z.B.:
  • Klassengemeinschaft
  • Soziale Kompetenzen
  • Umgang mit Gewalt
  • Sucht

Hilfen in konkreten Situationen:

  • Beratungsgespräche
  • Elterngespräche
  • Unterrichtsbesuche
  • Kontakte zu weiteren Beratungsstellen aufbauen

Kooperation mit:

  • Jugendfreizeitstätten
  • ASD
  • Beratungsstellen
  • Jugendgerichtshilfe
  • Sonstigen Einrichtungen der Jugendhilfe


4. Tätigkeiten des Schulsozialarbeiters an der Edith – Stein - Schule

Beratungsgespräche mit

  • Schülern
  • Lehrern
  • Eltern
  • Jugendhilfe
  • Polizei
  • Stadtverwaltung

Hausbesuche

  • bei Schulangst, Schulverweigerung

Gruppenarbeit

  • Soziales Lernen
  • Lebenswegplanung/Berufswegplanung
  • Video -WP
  • Musik -WP

Betreuung von Streitschlichtern

Durchführung von Mediationen

Teilnahme an

  • Lehrerkonferenzen
  • Schulkonferenzen
  • Elternsprechtagen
  • SV-Besprechungen
  • Fortbildungen:
    - Soziales Kompetenztraining
    - Koordination der Streitschlichter
    - Gewaltprävention
  • Arbeitskreis Schulsozialarbeiter
  • Klassenausflügen

Koordination Stadtranderholung

Zuständige Mitarbeiter/innen: