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Montag, 23.10.2017

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Wohngeld

Wohngeldantrag

 

Wohngeld ist ein finanzieller Zuschuss zu den Unterkunftskosten für Menschen, deren Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Das Wohngeld wird als Miet- oder Lastenzuschuss gezahlt.

Mietzuschuss können beantragen:

  • Mieter oder Untermieter von Wohnraum,
  • Inhaber einer Genossenschafts- oder Stiftswohnung,
  • Inhaber eines mietähnlichen Dauerwohnrechts,
  • Bewohner von Heimen im Sinne des Heimgesetzes oder
  • Eigentümer, die Wohnraum im eigenen Mehrfamilienhaus bewohnen.

Lastenzuschuss für den eigengenutzten Wohnraum können beantragen:

  • Eigentümer eines Eigenheims,
  • Eigentümer einer Eigentumswohnung,
  • Eigentümer einer landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstelle oder
  • Inhaber eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts - bei Miteigentümern jeder für den von ihm genutzten Wohnraum.

Die Gewährung von Wohngeld ist abhängig vom Familieneinkommen (maßgeblich ist hier das Jahreseinkommen aller Haushaltsmitglieder), von der Anzahl der berücksichtigungsfähigen Haushaltsangehörigen sowie von der Höhe der zuschussfähigen Unterkunftsaufwendungen. Für die zuschussfähigen Unterkunftsaufwendungen (Miete oder Belastung) gelten nach § 12 WoGG bestimmte Höchstbeträge, die abhängig sind von der Mietstufe der jeweiligen Gemeinde (Geseke hat die Mietstufe II) sowie von der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder. Liegen also die tatsächlichen Unterkunftskosten über dem gültigen Höchstbetrag, so wird der Höchstbetrag zur Berechnung des Wohngeldes herangezogen. Das Jahreseinkommen der Haushaltsmitglieder wird für die Wohngeldberechnung bereinigt um bestimmte Frei- und Abzugsbeträge. Die Höhe des Wohngeldes ergibt sich schließlich aus entsprechenden Wohngeldtabellen (Anlagen zum Wohngeldgesetz), aus denen man in Abhängigkeit vom bereinigten Einkommen, von der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder und von der Höhe der zuschussfähigen Unterkunftsaufwendungen den jeweils gültigen Wohngeldbetrag ablesen kann.

Während das Familieneinkommen eine wesentliche Bedeutung für das Bestehen und die Höhe eines Wohngeldanspruchs hat, ist vorhandenes Vermögen im Wohngeldrecht grundsätzlich nicht relevant. Allerdings zählen selbstverständlich die Erträge aus dem Vermögen (z.B. Zinseinnahmen) zum Familieneinkommen und sind daher zu berücksichtigen. Das Vermögen selbst kann aber in Einzelfällen einem Wohngeldanspruch auch entgegen stehen, nämlich dann, wenn es so hoch ist, dass eine Inanspruchnahme von Wohngeld als missbräuchlich anzusehen wäre. Wer sehr vermögend ist und jederzeit über sein Vermögen verfügen kann, dem ist es in der Regel zuzumuten, Teile des Vermögens einzusetzen für die Wohnkosten (siehe dazu § 21 Nr. 3 WoGG). Eine allgemeingültige wertmäßige Obergrenze des "wohngeldunschädlichen" Vermögens gibt es nicht. Jeder Einzelfall ist insoweit individuell zu bewerten. In der Rechtsprechung hat sich aber herausgebildet, dass jedenfalls ein verwertbares Vermögen eines einzelnen Haushaltsmitgliedes von mehr als 60.000 € regelmäßig die Annahme rechtfertigt, dass eine Inanspruchnahme von Wohngeld missbräuchlich wäre.

Lassen Sie sich bitte nicht abschrecken von diesen etwas komplizierten Regelungen. Die Wohngeldstelle kann Ihnen in der Regel innerhalb weniger Minuten im Rahmen einer Probeberechnung mitteilen, ob und ggf. in welcher Höhe Sie Wohngeld beanspruchen können. Hilfe beim Ausfüllen der Vordrucke dürfen Sie dort ebenso erwarten wie Antworten auf Ihre Fragen im Zusammenhang mit Mietzuschuss oder Lastenzuschuss. Sofern Sie keine persönliche Beratung benötigen, können Sie natürlich auch die Formulare einfach hier von dieser Seite herunterladen, ausfüllen und per Post an die Wohngeldstelle übersenden.

Wohngeld wird grundsätzlich für einen Zeitraum von 12 Monaten gewährt. Besondere Gründe im Einzelfall können eine Verkürzung des Bewilligungszeitraums rechtfertigen. Das Wohngeld beginnt regelmäßig ab dem Ersten des Antragsmonats. Nach Ablauf eines Bewilligungsabschnitts ist jeweils ein neuer Antrag erforderlich. Wenn also beispielsweise Ihr Bewilligungsabschnitt am 31.07. endet, sollte Ihr neuer Antrag spätestens am 31.08. der Wohngeldstelle vorliegen, damit die Weiterbewilligung nahtlos ab 01.08. erfolgen kann.

Unter anderem folgende Personengruppen können grundsätzlich kein Wohngeld erhalten:

Empfänger von

  1. Leistungen des Arbeitslosengeldes II und des Sozialgeldes nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch,
  2. Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch,
  3. Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch,
  4. Leistungen der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt,
  5. Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und
  6. Leistungen nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch in Haushalten, zu denen ausschließlich Empfänger dieser Leistungen gehören.

Aber: Es gibt einige Ausnahmeregelungen, die in Einzelfällen doch einen Wohngeldbezug ermöglichen. Lassen Sie sich im Zweifel bitte ausführlich beraten.

Probeberechnung, Antragstellung:

Ihren voraussichtlichen Wohngeldanspruch können Sie sich anonymisiert mit dem Wohngeldrechner ermitteln lassen. Am Ende der Wohngeldberechnung haben Sie dort auch die Möglichkeit, den Wohngeldantrag direkt online an die Stadt Geseke zu übermitteln. Alternativ können Sie natürlich auch die verfügbaren Papierformulare zur Antragstellung nutzen (siehe unten).

Weitere Informationen:

Unter http://www.vm.nrw.de/wohnen/wohngeld/index.php stehen Ihnen weitere Informationen zum Wohngeld zur Verfügung. Wie schon ausgeführt, erhalten Sie eine Probeberechnung und ausführliche Beratung auf Wunsch natürlich auch durch die Wohngeldstelle der Stadt Geseke. Beachten Sie aber bitte, dass Ihnen diese persönlichen Beratungs- und Dienstleistungen nur als Bürger/in der Stadt Geseke zur Verfügung gestellt werden können.

Notwendige Unterlagen

Nachweise über das Familieneinkommen (bei Erwerbstätigen ist eine spezielle Arbeitgeber-Lohnbescheinigung erforderlich). Mieter sollten außerdem eine Mietbescheinigung (vom Vermieter auszufüllender Vordruck) sowie den Mietvertrag einreichen. Wohnungseigentümer benötigen eine Fremdmittelbescheinigung Ihrer Bank. Weitere Formulare sind je nach Fallgestaltung ggf. notwendig. Die Wohngeldstelle berät Sie gern. Einen Link auf alle zum Download verfügbaren Vordrucke finden Sie weiter unten.

Für Ihren Antrag auf Lastenzuschuss können Sie die notwendigen Unterlagen auch unserem Merkblatt "Nachweise zum Lastenzuschussantrag" entnehmen.

Rechtsgrundlagen

Wohngeldgesetz


Formulare und Informationen zu diesem Produkt: 

Zuständige Mitarbeiter/innen: