

Im Februar 1994 wurde in den Räumen des Archivs im Rahmen einer kleinen Feierstunde durch die Verlegerfamilie Flamm und im Beisein des Stadtdirektors, des Bürgermeisters, den Vertretern der Ratsfraktionen, denen des Geseker Heimatvereins, der Sparkasse und der Presse, die einzige noch vollständig erhaltene Ausgabe der Geseker Zeitung von 1892 bis 1972 als Dauerleihgabe dem Archiv auch formell übergeben.
Neben einem Vortrag vor dem Seniorenbeirat im Oktober, einer Aufsatzveröffentlichung und der Betreuung und Beratung von Archivbenutzern, bildeten archivische Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten, Öffentlichkeitsarbeit, redaktionelle Tätigkeiten und Recherchen auch für die städtische Verwaltung die Arbeitsschwerpunkte im vergangenen Jahr.
Seit seiner Eröffnung konnte das Archiv noch nie so viele Benutzer verzeichnen wie im Jubiläumsjahr.
| 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 202 | 255 | 269 | 320 | 268 | 289 | ohne Ang. | 152 | 261 | 384 |
(Anm. zu den Jahren 1991 und 1992: Dez. 1991 schied Frau Monika Ortmanns aus dem Dienst aus. Das Archiv erhielt erst im April 1992 mit Frau Evelyn Richter eine neue Leiterin)
1994 suchten insgesamt 384 Benutzer das Archiv selbst auf bzw. erteilten als Angehörige der Stadtverwaltung den Rechercheauftrag telefonisch. Die Gesamtzahl setzt sich wie folgt zusammen: Verwaltung = 39, Heimatverein Geseke = 92, sonstige Benutzer = 253. Zahl der schriftlichen Anfragen an das Stadtarchiv = 18. Die telefonische Benutzerberatung wurde statistisch nicht erfasst.
Die Steigerung der Benutzerzahlen um 123 gegenüber dem Vorjahr ist auf die verstärkte Zusammenarbeit mit den Schulen, auf den "Tag der offenen Tür" aber auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass es nun möglich ist, den mikroverfilmten Altbestand der Geseker Zeitung im Archiv einzusehen. Damit wurden besonders diejenigen gewonnen, deren Interesse sich vorwiegend auf den Zeitraum der letzten 100 Jahre beschränkt sowie jene Heimatforscher, die aus einem der Nachbarorte Gesekes im Verbreitungsgebiet der alten Geseker Zeitung stammen.
Nachdem sich schnell zeigte, dass der Vergrößerungsfaktor des Objektivs des noch im November 1993 aufgestellten Mikrofiche-Lesegerätes für manche Brillenträger nicht ausreichte, konnte 1994 noch ein weiteres Objektiv angeschafft werden. Der Text wird nun durch das Lesegerät wahlweise auch in stärkerer Vergrößerung als bisher abgebildet.
Nicht neu, aber funktionsfähig ist der Fotokopierer, der im November 1994 im Stadtarchiv aufgestellt wurde. Seitdem können Besucher, die eine Kopie aus einem Buch oder einer Zeitschrift (von Archivalien werden aus konservatorischen Gründen grundsätzlich keine Kopien angefertigt) wünschen, diese gegen Erstattung der üblichen Gebühren sofort mitnehmen. Doppelte Wege oder die mit dem Postversand verbundenen erhöhten Gebühren entfallen somit für den Archivbenutzer.