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Montag, 23.10.2017

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Stiftskirche St. Cyriakus

Stiftskirche St. Cyriakus

Urkundlich am frühesten erwähnt ist die Stiftskirche St. Cyriakus, auf einem kleinen Hügel liegend, vom so genannten "Teich" umflossen. Sie wurde gebaut auf dem Gebiet eines fränkischen Königshofes. In mehreren Grabungskampagnen wurden nicht nur die so genannte innere Mauer, erwähnt in der Urkunde von 952, sondern auch Reste der ursprünglichen Stiftsgebäude gefunden.

Eine archäologische Sensation war die Ausgrabung eines fränkischen Töpferofens aus der Zeit um 600 n. Chr. - Die Kirche gehörte zu dem 946 gegründeten adeligen Damenstift. Sie ist eine kreuzförmige Hallenkirche mit zwei Osttürmen und einem hochragenden Westturm mit Turmkapelle. Romanische Bausubstanz aus dem 10., 12. und 13. Jahrhundert. Die Baugeschichte ist teilweise von außen, auch von innen zu erkennen. Mehrmals Änderungen am Langhaus und an den Querschiffen. Hervorragende bildhauerische Arbeiten an den eigentümlichen Kapitellzonen. Die Wulstrippen sind im Langhaus durch Engelfiguren unterbrochen (Plantagenet-Stil). Im nördlichen Querschiff jetzt eckige Apsis, im südlichen Querschiff Rundapsis. Hochchor, wahrscheinlich darunter alte Krypta (in früherer Literatur wird eine vermutet). Prächtiger Hauptaltar und Nebenaltäre (Marmor, Alabaster) von Papen/Giershagen 1727/31. In der Turmhalle unten Taufkapelle und "hl. Grab". Darüber Orgelbühne mit Orgel-Prospekt von 1712. Im Gewölbe vor der Orgelbühne Ausmalungen aus der Zeit um 1500.

Von der reichen Ausstattung zu erwähnen: Sakramentshäuschen des 16. Jahrhunderts, Pieta aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts, sog. "Maria Schuß", als Gnadenbild verehrt, Skulpturen, darunter der hl. Cyriakus, entsprechend einer Geseker Sage als Ritter dargestellt. Im nördlichen Querschiff Wandreliefs mit Heiligen und Martyrszenen. - An das südliche Querschiff schließt sich der ehemalige Kapitelsaal (jetzt Sakristei) an. Daran angebunden Reste des romanischen Kreuzganges. Im Innenhof Epitaphien von Stiftsdamen.

Der ganze Stiftskirchhof wird umgeben von einer schönen Bruchsteinmauer.  

(Dr. Hermann Hinteler +)

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