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Mittwoch, 08.02.2012

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1. Geseker Marktplatz

Marktkirche St.Petri
Marktkirche St.Petri
Wir befinden uns im Jahr 1217. Gerade ist der gewählte Erzbischof von Köln, der erst 30jährige Engelbert von Berg, auf dem Marktplatz in Geseke angekommen. Er ist als Herzog von Westfalen und Engern der Landesherr auch für Geseke. Aber diese Herrschaft macht ihm sein direkter Nachbar, der Bischof von Paderborn, streitig. Dieser ist Grundherr in Geseke und daraus leitet auch er Rechtsansprüche auf Herrschaft über Geseke ab. Engelbert versucht, seine Macht zu festigen und den Widersacher zurückzudrängen. Deshalb bestätigt er eine Übertragung von Ländereien und von Hausstätten um und in Geseke und dokumentiert so seinen Herrschaftsanspruch.
Brunnen
Marktbrunnen
Die Urkunde spricht ausdrücklich vom "Rathaus" der Stadt und vom "Stadtgericht" - Geseke war also über einen reinen Marktflecken hinausgewachsen und Stadt im mittelalterlichen Sinne. Malerisch und geschäftig müssen wir uns das Leben auf dem Marktplatz vorstellen. Zum Kaufen und Verkaufen kamen viele Menschen aus dem Umland in die Stadt. Viele blieben auch und siedelten sich an, denn "Stadtluft macht (im Mittelalter) frei". Über die Geschichte unserer Stadt berichtet der Marktbrunnen, zu dem ein kleiner Führer erschienen ist. Direkt am Marktplatz erhebt sich die Stadt- und Marktkirche St. Petri. Petrus ist der Schutzpatron der Kölner Kirche. Die Missionierung des Geseker Gebietes zur Zeit der Franken erfolgte durch Köln, während wenige Kilometer weiter von Würzburg auch die Mission mit Kreuz und Schwert betrieben worden war. Marktplatz mit Rathaus und Kirche bilden eines der beiden Entwicklungszentren der Stadt.