

Wovon lebten die Geseker in vergangenen Jahrhunderten? Natürlich überwiegend von der Landwirtschaft. Geseke ist eine typische Ackerbürgerstadt; die Bauern lebten in der Stadt und bearbeiteten ihre Grundstücke in der ausgedehnten Feldflur. Im Katthagen finden sich noch die Fachwerkbauten der Ackerbürger, aber auch die kleinen Hausstellen der Tagelöhner, die sich als Helfer auf den Höfen verdingten.
Im ausgehenden Mittelalter war Geseke noch von vielen Bauerndörfern umgeben. Dann aber zogen deren Bewohner in die sichere Stadt und die Dörfer fielen "wüst". Der ursprüngliche dörfliche Zusammenhalt blieb dennoch erhalten. Sechs Bauernschaften bildeten Sondergemeinden innerhalb der Bürgerschaft. Die Straße "Auf dem Stift" zeigt wiederum ein anderes Bild. Hier stehen noch die Kurien der Stiftsdamen, die dem klösterlichen Leben in Gemeinschaft die Bequemlichkeit eines eigenen Anwesens vorzogen.