Umgestaltung Marktplatz - Kosten

09.05.2019

Spätestens seit dem Versand des Abstimmungsheftes wird in Geseke über die Umgestaltung des Marktplatzes diskutiert. Einer der Hauptdiskussionspunkte sind die Kosten: Warum kostet die Umgestaltung 1,7 Mio. ¤? Wäre nicht eine Sanierung günstiger?

Die Fakten: Für die Neugestaltung des Marktplatzes sind 1,7 Mio. ¤ veranschlagt, davon 1,3 Mio. ¤ "reine Baukosten" für Pflaster, Tragschichten, Infrastruktur, Beleuchtung inkl. E-Ladestationen und W-LAN, Entwässerung, Bäume und die dazugehörigen Unterflurverankerungen sowie Wasserspiel und Mobiliar. Die Differenz von 400.000 ¤ entfällt auf Planungs- und Ingenieursleistungen, Archäologie, Beweissicherung, Bodengutachten etc..

Auch bei einer Kernsanierung entstehen hohe Baukosten, denn die vorhandenen Schäden schließen eine rein oberflächliche Reparatur aus. Bei der Kernsanierung des heutigen Marktplatzes würden alle notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen in der unter- und oberirdischen Bausubstanz durchgeführt. Geringer werden die Kosten der Kernsanierung primär durch die geringere Fläche, da der heutige Marktplatz kleiner ist als der neue Marktplatz sowie durch die teilweise Wiederverwendung vorhandener Materialien. Die Kernsanierung ist also praktisch ein Neubau des Platzes in der heutigen Form. Auch hier müssen die Tragschichten und die Entwässerung erneuert werden. Auch bei Wiederverwendung eines Teils des Pflasters sind trotzdem sämtliche Oberflächen neu zu erstellen. Neue Bäume müssten ebenfalls, ähnlich wie beim Neubau, in fachgerecht angelegte Pflanzgruben gesetzt werden. Die reinen Baukosten einer Kernsanierung liegen daher laut Schätzung der Bauverwaltung bei etwa 1 Mio. ¤ plus ca. 300.000 ¤ für Planungsleistungen, Archäologie, Beweissicherung und Bodengutachten, in Summe also 1,3 Mio. ¤.

Bei der Kernsanierung bleibt die grundsätzliche Platzaufteilung erhalten - mit allen Vor- und Nachteilen. Die weiteren zu behebenden Schwachstellen wie Anbindung Thoholte und Fußgängerzone, zu hohe Geschwindigkeiten des Verkehrs, Barrierefreiheit, fehlende Möglichkeiten bei Stadt- und Schützenfesten etc. bleiben ungelöst.

Und aus der Kostenperspektive gilt: Nur eine Neugestaltung wird mit 60% vom Land gefördert. Nicht förderfähig sind z.B. die Kosten der Parkplätze. Eine Sanierung des alten Platzes ist hingegen nicht förderfähig. In Zahlen: Für die Marktplatzneugestaltung erhält Geseke ca. 900.000 ¤ an Städtebauförderung und muss ca. 800.000 ¤ zuzahlen. Eine Kernsanierung wird nicht gefördert, die Stadt Geseke muss die kompletten Kosten rund 1,3 Mio. ¤ selbst tragen.

Kostenaufstellung Marktplatz

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59590 Geseke

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