Schützenarchiv der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft im Geseker Stadtarchiv umfangreich ergänzt

29.01.2020

Das als Dauerleihgabe im Stadtarchiv Geseke untergebrachte Schützenbruderschafts-Archiv der St. Sebastianer Schützenbruderschaft Geseke 1412 e.V. wurde jetzt umfangreich ergänzt. Mitglieder des alten und neuen Führungsteams der St. Sebastianer haben insgesamt 25 Archivkartons mit Schriftwechsel und Fotoalben in das Stadtarchiv Geseke gebracht. Diese umfangreichen Unterlagen sind eine wertvolle Ergänzung des seit 1985 dort als Dauerleihgabe (Depositum) untergebrachten Schützenbruderschafts-Archivs der St. Sebastianer. Das derzeit älteste Stück des Vereinsarchivs ist ein schmales Büchlein mit Aufzeichnungen für den Zeitraum 1779-1820.

Stadtarchivarin Evelyn Richter zeigte sich begeistert über die wertvolle Bestandsergänzung. Das Schützenarchiv gibt ja nicht nur Aufschluss über das Vereinsgeschehen, sondern dokumentiert auch neuere Stadtgeschichte, nicht zuletzt durch das karitative Engagement der Bruderschaft. Schließlich bildet die Schützengeschichte ein Stück weit die Mentalitäts- und Festgeschichte einer Stadt ab. Evelyn Richter bedankte sich herzlich bei den Vertretern der Schützenbruderschaft für das dem Stadtarchiv entgegengebrachte Vertrauen.

Die Akten wurden kurz vor dem Wechsel der Führungsriege der Bruderschaft übergeben, um das Schriftgut, das während der langjährigen Amtszeit der jetzt ausscheidenden Mitglieder entstanden ist, auch für künftige Schützengenerationen und interessierte Historiker sicher und geschlossen aufzubewahren. Daher haben der bisherige Oberst, Dr. Friedel Bergmann und der bisherige St. Sebastianer-Archivar, Hans Peter Busch gemeinsam mit dem nunmehr neu gewählten Oberst Hans-Georg Dröge und dem neuen Vereinsarchivar der Bruderschaft Jan Eiserich, insgesamt 25 Archivkartons mit Schriftwechsel und Fotoalben in das im Geseker Stadtarchiv deponierte St. Sebastianer-Archiv transportiert. Hans Peter Busch, selbst Kommunalarchivar, hatte dankenswerterweise die Bestandergänzung zuvor umgebettet, in archivtaugliche säurefreie Archivkartons verpackt und verzeichnet. Sein rund 100 Verzeichnungseinheiten umfassendes, die Abgabe erschließendes Findbuch hat er ebenfalls übergeben.

Die Unterlagen können gemäß den Schutzfristen des geltenden Archivgesetzes unter Berücksichtigung datenschutzgesetzlicher Vorgaben und nach Voranmeldung im Stadtarchiv Geseke zu den üblichen Öffnungszeiten eingesehen werden.

v.l.n.r. Stadtarchivarin Evelyn Richter, neuer 1. Brudermeister Oberst Hans-Georg Dröge, sein Amtsvorgänger Dr. Friedel Bergmann, der ehemalige Vereinsarchivar Hans Peter Busch und der neue Vereinsarchivar Leutnant Jan Eiserich
v.l.n.r. Stadtarchivarin Evelyn Richter freute sich über die Unterlagen, die der 1. neue Brudermeister Oberst Hans-Georg Dröge, sein Amtsvorgänger Dr. Friedel Bergmann, der ehemalige Vereinsarchivar Hans Peter Busch und der neue Vereinsarchivar Jan Eiserich brachten
Die Unterlagen wurden bereits in beschrifteten und in säurefreien Archivkartons gebracht.
Die Unterlagen wurden bereits in beschrifteten und in säurefreien Archivkartons gebracht.
Metallschrank und Archivkartons dokumentieren den Umfang des deponierten Vereinsarchivs der St. Sebastianer
Metallschrank und Archivkartons dokumentieren den Umfang des deponierten Vereinsarchivs der St. Sebastianer

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