Stadtführungen beginnen wieder: "90 Jahre freie Entwicklung - Besichtigung alter Steinbrüche"

10.06.2021

Exkursion der Naturschutz-Stiftung Geseke e.V. am 20.06.2021 um 14.00 Uhr

(Foto: M. Raker) Hellweg-Steinschaf-Bock Bruno. Die Tiere sind durch ihre Geländegängigkeit, Robustheit und absolute Genügsamkeit bestens für die Landschaftspflege geeignet.
(Foto: M. Raker) Hellweg-Steinschaf-Bock Bruno. Die Tiere sind durch ihre Geländegängigkeit, Robustheit und absolute Genügsamkeit bestens für die Landschaftspflege geeignet.

Der Verein für Heimatkunde e.V. und die Naturschutz-Stiftung Geseke freuen sich darauf, die Stadtführungen wieder aufzunehmen. Los geht es am Sonntag, 20. Juni 2021. Die Naturschutz-Stiftung Geseke e.V. lädt zu einer seltenen Gelegenheit ein. Gemeinsam mit Manfred Raker, Biologe der Stiftung, besichtigen Interessiere die beiden alten Kalksteinbrüche "Auf der Höhe".
Treffpunkt ist am 20. Juni um 14 Uhr am Parkplatz der ehemaligen Villa Ramesohl/ Auf der Höhe, Bürener Straße 66 in Geseke. Die Veranstaltung wird etwa zwei Stunden dauern und ist kostenlos. Wegen des schwierigen Geländes ist eine Barrierefreiheit nicht gegeben. Für die Teilnehmer ist festes Schuhwerk erforderlich.

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte melden Sie sich im Presseamt der Stadt Geseke unter der Telefon-Nummer 02942/500 49 zu folgenden Zeiten an: montags - freitags: 08.00 Uhr - 12.30 Uhr und montags - donnerstags: 14.00 Uhr - 16.00 Uhr.

Beide Abgrabungen wurden ab 1898 durch die damals neu gegründeten Zementwerke Monopol und Lothringen aufgeschlossen. 1918 war bereits wieder Schluss mit der Produktion, denn die Werke wurden zur Marktbereinigung stillgelegt. 1931 folgte nach kurzer Wiederbelebung der Aktivitäten das endgültige Aus. Noch in den 1930'er Jahren sprengte ein Kommando der Reichswehr die Werksanlagen und das Gelände fiel brach. Nach der Beseitigung der letzten Anlagen und einiger Wohnhäuser in den 1980'er Jahren blieben nur noch die beiden Kalkofenstümpfe stehen, die heute als Gesekes einziges Industriedenkmal auf die lange Zementgeschichte der Stadt hinweisen.

Die Natur erhielt seit 90 Jahren einen weitgehend ungestörten Raum. Geseker Schäfer sorgten mit ihren Herden durch die extensive Beweidung für einen offenen Lebensraum, indem der Verbiss der Tiere einen vollständigen Bewuchs mit Sträuchern und Bäumen verhinderten.

In der Folge siedelten sich alle seltenen Pflanzenarten der ehemals sehr artenreichen südlichen Feldflur auf dem Gelände an, das damit zu einer "Arche Noah" für den Artenschutz wurde. Spezialisten finden heute über 70 gefährdete höhere Pflanzen, zahlreiche bedrohte Moose und Flechten und eine Vielzahl von seltenen Insektenarten.

Gepflegt werden die Flächen heute durch "Hellweg-Steinschafe", einer in Kooperation zwischen dem Geseker Naturschutzverein VerBund e.V. und HeidelbergCement AG speziell für die Geseker Steinbrüche gezüchteten Schafrasse. Das Gelände ist wegen seiner Unzugänglichkeit und seiner hohen Bedeutung für den Artenschutz für die Öffentlichkeit gesperrt.

Die gültigen Schutz- und Hygienevorschriften des Landes NRW gelten auch für die Stadtführungen. Aktuell sind Führungen mit einer Teilnehmerzahl von 20 Personen erlaubt. 

Termin Sonntag, 20. Juni 2021
Beginn 14.00 Uhr
Dauer ca. 2 Stunden
Treffpunkt Parkplatz ehem. Villa Ramesohl/Auf der Höhe, Bürener Straße 66, Geseke
Leitung Manfred Raker,
Biologe Naturschutz-Stiftung Geseke
Anmeldung erforderlich
Anmeldung bitte telefonisch im Presseamt der Stadt Geseke,  Tel.: 02942 / 500 49 
Kosten die Veranstaltung ist kostenlos
Barrierefreiheit wegen des schwierigen Geländes ist die Barrierefreiheit nicht gegeben
Kontakt info@naturschutzstiftung-geseke.de

     

Adresse (Hauptgebäude):
Stadtverwaltung Geseke
An der Abtei 1
59590 Geseke

Verwaltungsgebäude Altes Rathaus:
Stadtverwaltung Geseke
Am Teich 13
59590 Geseke

Außenstelle Bürgerbüro/Ordnungsamt:
Stadtverwaltung Geseke
Mühlenstraße 11
59590 Geseke

Briefadresse/Fon/Fax/Mail:
Stadtverwaltung Geseke
Postfach 1442
59585 Geseke

Telefon: 02942 / 500 0
Telefax: 02942 / 500 25
E-Mail: post@geseke.de

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