Ordensgemeinschaft stellt neue Wohnungen bereit

22.01.2015

Das alte Haus Maria wird endgültig abgerissen - Lösung für Flüchtlinge gefunden

Die 21 Flüchtlinge, die derzeit im alten Haus Maria leben, erhalten in den nächsten Wochen eine neue Unterkunft. "Wir freuen uns, dass wir eine gute Lösung gefunden haben", sagt Astrid-Marx-Vehling. Sie ist die Einrichtungsleiterin des Seniorenheims in Trägerschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, das 2014 in den Neubau umgezogen ist.

Die Flüchtlinge können vier Wohnungen bzw. Appartements in dem Gebäude des Fachseminars für Altenpflege beziehen. Das befindet sich auf der anderen Straßenseite des Hauses Maria. Auch das Fachseminar gehört der Ordensgemeinschaft. "Diese Möglichkeit hat sich in den vergangenen Wochen ergeben, da einige Wohnungen frei geworden sind, die wir vorsorglich nicht neu belegt haben", erklärt Astrid Marx-Vehling. Damit müssten sich diese Menschen nicht schon wieder an ein neues Umfeld gewöhnen.

Nach ersten Planungen der Stadt Geseke, die für die Unterbringung der Menschen zuständig ist, können im Gebäude des Fachseminars 19 der 21 Flüchtlinge untergebracht werden. Bürgermeister Dr. Remco van der Velden sagte: "Dank des Angebots der Ordensgemeinschaft schaffen wir es die Menschen bis zur Fertigstellung der neuen städtischen Unterkunft im Herbst bestens unterzubringen. Es zeigt sich wiedermal: der Orden steht zu Geseke und hilft."

Dass das alte Haus Maria, in dem die Flüchtlinge derzeit leben, überhaupt noch steht, ist dem Umstand geschuldet, dass die ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaft wegen eines Wasserschadens im April 2014 nicht in den Neubau einziehen konnte. Also blieb sie vorläufig im Altbau. "Dann kam die Anfrage des Bürgermeisters, ob wir hier zusätzlich Flüchtlinge unterbringen können. Da wollten wir natürlich helfen", sagt Astrid Marx-Vehling.

Aber klar sei auch, dass das über 100 Jahre alte Gebäude abgerissen werden muss. "Wir haben ja deshalb neu gebaut, weil das bisherige Haus Maria nicht mehr den künftigen Brandschutzbestimmungen entspricht", so die Einrichtungsleiterin. Hinzu käme die steigende Ansteckungsgefahr durch Legionellen: "Nachdem die Senioren-WG Ende 2014 in den Neubau umgezogen ist, wird es immer schwieriger, die Wasserleitungen im Altbau ausreichend duchzuspülen." Und zu guter Letzt entstünden unverhältnismäßig hohe Energiekosten, wenn man nur einen kleinen Teil des großen Gebäudes beheizt.

Erst durch den Abriss des Altbaus werde man auch den Bewohnern des Seniorenheims gerecht. "Ihnen haben wir einen neuen Garten versprochen. Und dafür sind Firmen bestellt, Verträge gemacht und Fördermittel bewilligt. Wenn wir nicht bald damit beginnen, sind alle Vereinbarungen hinfällig", sagt Astrid Marx-Vehling.

Deshalb sei diese Regelung für alle ein Gewinn. "Das Gebäude des Fachseminars ist erst 20 Jahre alt. Die Bäder und Küchen sind hier moderner und besser eingerichtet", sagt Astrid Marx-Vehling. Über die Kosten für die bereitgestellten Mietwohnungen haben sich die Stadt Geseke und die Ordensgemeinschaft geeinigt.

Die Flüchtlinge sollen hier solange wohnen dürfen, bis die Stadt ihnen neuen Wohnraum bereitstellen kann.

(Pressemitteilung: SMMP)

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