Zweihundertster Flüchtling in Geseke

14.09.2015

Geseke hat gestern den 200. Flüchtling vom Land Nordrhein-Westfalen zugewiesen bekommen. Bürgermeister Dr. Remco van der Velden begrüßte das asylsuchende Ehepaar Sead und Semsija Tulumovic mit ihren neun Kindern im Alter zwischen 7 und 16 Jahre und hieß sie herzlich willkommen. Die Familie stammt aus Bosnien-Herzegowina und hat bereits mehrere Jahre in Luxemburg verbracht.

Seit Januar 2015 sind der Stadt Geseke bereits mehr als 140 Personen zugewiesen worden. "Aber wir haben natürlich weit mehr Flüchtlinge im letzten und diesem Jahr aufgenommen. Diese sind entweder schon zurückgekehrt, verzogen oder haben einen anderen Aufenthaltsstatus erlangt und zählen nicht mehr zu den Leistungsempfängern der Stadt Geseke", erläuterte Werner Knies, Leiter des städtischen Sozialamtes.

Um dem großen Zustrom gerecht zu werden, hat die Stadt Geseke schon vor fast einem Jahr einen Planungsstab eingerichtet, der die Unterbringung der Flüchtlinge koordiniert. "Dabei sind wir nicht von den offiziellen Flüchtlingszahlen ausgegangen, sondern immer schon von bis zu 800.000 Flüchtlingen in Deutschland in diesem Jahr. Und die Realität hat uns Recht gegeben", sagte Bürgermeister Dr. Remco van der Velden. Bisher hat der Planungsstab aus Bau-, Sozial- und Finanzverwaltung es immer geschafft mehr als genug Wohnraum in städtischen Gebäuden umzubauen oder von Dritten anzumieten. Wobei sich die Stadt Geseke aufgrund der angespannten eigenen Haushaltslage und der geringen Kostenbeteiligung des Landes bzw. des Bundes, bislang primär auf die Nutzung eigener Immobilien konzentriert hat: "Die Anmietung von Wohnungen für alle 200 Flüchtlinge wäre wünschenswert. Das geben aber der Wohnungsmarkt und die Finanzlage der Stadt leider nicht her", so der Bürgermeister.

Die Flüchtlinge in Geseke sind in verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. "Bei dem aktuellen Zustrom reichen die Kapazitäten im Schulzentrum Süd noch ungefähr für zwei Wochen. Ab dann steht das angemietete Übergangswohnheim am Lindenweg zur Verfügung. Die Kapazitäten dort reichen dann wieder für ca. 4 bis 6 Wochen aus und bis dahin soll eine Hälfte des Hauses der Vereine umgebaut sein. Mit den Plätzen dort, hoffen wir bis zum Jahresende auszukommen. Dann werden wohl fast 300 Asylsuchende in Geseke sein", erläuterte Bürgermeister Dr. van der Velden die angespannte Lage.

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