Ehrenamtliche Helfer geben Sprachkurse für Flüchtlingskinder

24.04.2015

"Lehren, ohne eine gemeinsame Sprache zu sprechen, ist nicht einfach", hat Hubertus Cramer festgestellt. Gemeinsam mit weiteren pensionierten Lehrkräften unterrichtet Cramer aktuell Flüchtlingskinder, die in Geseke eine neue Heimat gefunden haben, um ihnen Deutsch beizubringen.

Mit Cramer engagieren sich auch Maritha Bigge, Luise Holtgrewe, Irmgard Poppe und Beate Lehmenkühler für die Flüchtlingskinder. In Gruppen bis zu vier Schülern finden derzeit an zwei Tagen in der Woche Unterrichtsstunden statt. "Am liebsten hätten wir natürlich jeden Tag eine Stunde Unterricht", äußert Sozialarbeiter Frank Hunold seinen Wunsch. "Aber nur mit ehrenamtlichen Helfern ist das wohl nicht machbar."

Unterstützung erhalten die pensionierten Lehrer bei ihrer Arbeit von Pfarrer Rainer Stahlhacke und dem Pastoralverbund Geseke. So organisiert Stahlhacke die Finanzierung von Büchern und Unterrichtsmaterialien, die für die Kinder benötigt werden.

"Hallo Anna" heißt das Lehrbuch, mit dem die Kinder im Grundschulalter an die deutsche Sprache herangeführt werden. "Das klappt mit dem Buch sehr gut. Im Moment bilden wir einfache Sätze mit Zahlen", gewährt Maritha Bigge einen Einblick in ihre Unterrichtsstunden. Mit Würfeln oder Dominosteinen lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise den Umgang mit der für sie neuen Sprache.

Während sich die pensionierten Lehrerinnen mit den Kindern im Alter zwischen sieben und 12 Jahren beschäftigen, kümmert sich Hubertus Cramer um eine Gruppe Jugendlicher, im Alter von 13 bis 15 Jahren. "Einige Schüler können nicht lesen. Das macht die Sache nicht gerade einfacher", erzählen die ehrenamtlichen Lehrer aus ihrem Unterricht. "Sie sind in ihrem Heimatland wahrscheinlich nicht zur Schule gegangen oder haben lediglich gelernt, kyrillische Schrift zu lesen."

Werner Knies und Sigrid Hesse von der Stadtverwaltung Geseke, die in Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern Frank Hunold und Udo Hackl die Kinder in die verschiedenen Lerngruppen vermitteln, freuen sich über das Engagement, das die pensionierten Lehrer in ihrer Arbeit mit den Flüchtlingskindern an den Tag legen. Schließlich hilft das Erlernen der deutschen Sprache den Kindern dabei, schneller in der neuen Heimat Fuß zu fassen.

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