Ein Improvisationstalent mit viel Humor

26.09.2016
Der Kabarettist Torsten Sträter nahm bei seinem Auftritt in Geseke kurzerhand auf der Bühnentreppe Platz. Zuschauernah präsentierte er humorvolle Erinnerungen an seine Kindheit im Ruhrpott oder las amüsante Passagen aus seinen Büchern vor.
Der Kabarettist Torsten Sträter nahm bei seinem Auftritt in Geseke kurzerhand auf der Bühnentreppe Platz. Zuschauernah präsentierte er humorvolle Erinnerungen an seine Kindheit im Ruhrpott oder las amüsante Passagen aus seinen Büchern vor.
Was trägt der Kabarettist Torsten Sträter eigentlich unter seiner schwarzen Mütze, die längst zu seinem Markenzeichen geworden ist? Beim Auftritt am Samstagabend in der Aula des Schulzentrums Mitte lüftete der 50-Jährige dieses Geheimnis - zumindest für einen kurzen Augenblick. Denn: Für sein Bühnenprogramm "Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein", das Sträter auf Einladung des Städtischen Kulturvereins Geseke aufführte, tauschte der Comedian aus dem Ruhrpott seine Mütze kurzerhand gegen den Hut von Indiana Jones. Mit dieser Kopfbedeckung hatte er schließlich seine Reise nach Afrika angetreten, von der er den Zuschauern in der ausverkauften Halle gerne berichtete.

Doch nicht nur seine Urlaubserfahrungen schilderte Sträter den Zuhörern. Auch aktuelle politische Entwicklungen, die die Welt in Unruhe versetzen, bewertete er mit gekonntem Wortwitz. Und auch seine persönliche Meinung zu Deutschkursen für Flüchtlinge tat der Kabarettist kund und warf sogleich die Frage auf, wie ein Flüchtling, der im Ruhrpott Deutsch gelernt hat, denn wohl in Berlin zurechtkommen würde? In diesem Zusammenhang beleuchtete Sträter auch Fremdwörter und Fachbegriffe wie das Wort Legasthenie. "Warum heißt eine Krankheit einfach und simpel nur Mumps und eine Lese-und Rechtschreibschwäche heißt ganz kompliziert Legasthenie? Wo in dem Wort Legasthenie muss zum Beispiel das `h` hin", wandte sich der Künstler an die Zuschauer. Als ihm dann ein junger Mann aus dem Publikum auch noch beipflichtete und sich selbst als Legastheniker outete, wusste Sträter einmal mehr gekonnt zu improvisieren und die neue Situation bestens in das Programm einzubauen. Nach der Show wurde der Mut des jungen Mannes, sich vor allen Leuten geoutet zu haben, übrigens noch mit dem neuesten Buch aus der Feder des Kabarettisten belohnt. Auch so präsentierte sich Sträter nämlich in Geseke: zuschauernah, als Star zum Anfassen, ohne jegliche Allüren.

Und so gewährte Torsten Sträter auch einen Einblick in sein Familienleben und erinnerte sich dabei an seinen ersten Fernsehauftritt. "Es war 1993. Da haben wir am Familien-Duell mit Werner Schulze-Erdel teilgenommen", blickte Sträter zurück. "Wir sind aber wohl die einzige Familie, die nichts gewonnen hat. Omma hatte das Konzept der Show einfach nicht verstanden." Aber auch Schicksalsschläge, wie der Verlust seines geliebten Flummis in Kindertagen oder die Tatsache, dass es im Hause Sträter keine Pommes zu essen gab, thematisierte der Comedian auf humorvolle Art und Weise und erntete dafür immer wieder Lacher und Beifall aus dem Publikum.

Selbst die technischen Probleme, die die Soundanlage im Schulzentrum Mitte an diesem Abend offenbarte, überspielte Sträter gekonnt und bezog sie in bester Impro-Manier immer wieder als Running Gag in das Programm mit ein. Und wenn Sträter einmal eine kurze Redepause brauchte, griff er beherzt zur mitgebrachten Tasse Kaffee. "Wenn ich zuviel Kaffee trinke, muss ich schonmal aufstoßen", kündigte er seinen Zuhörern an. "Ich habe aber gelernt, wie ich das gut verschleiern kann. Ich übertöne die aufkommenden Geräusche dann schonmal mit BVB-Rufen", gab der gebürtige Dortmunder dann auch noch seine fußballerische Gesinnung preis.

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