Veranstaltungskalender

Geseke entdecken : 90 Jahre freie Entwicklung - Besichtigung alter Steinbrüche

Exkursion der Naturschutz-Stiftung Geseke

Die Naturschutz-Stiftung Geseke e.V. lädt zu einer seltenen Gelegenheit ein. Gemeinsam mit Manfred Raker, Biologe der Stiftung, besichtigen Interessiere die beiden alten Kalksteinbrüche „Auf der Höhe“.  Treffpunkt ist am 20. Juni um 14 Uhr am Parkplatz der ehemaligen Villa Ramesohl/ Auf der Höhe, Bürener Straße 66 in Geseke. Die Veranstaltung wird etwa zwei Stunden dauern und ist kostenlos. Wegen des schwierigen Geländes ist eine Barrierefreiheit nicht gegeben. Für die Teilnehmer ist festes Schuhwerk erforderlich.  

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte melden Sie sich im Presseamt der Stadt Geseke unter der Telefon-Nummer 02942/500 49 zu folgenden Zeiten an: montags – freitags: 08.00 Uhr – 12.30 Uhr und montags – donnerstags: 14.00 Uhr – 16.00 Uhr.


Beide Abgrabungen wurden ab 1898 durch die damals neu gegründeten Zementwerke Monopol und Lothringen aufgeschlossen. 1918 war bereits wieder Schluss mit der Produktion, denn die Werke wurden zur Marktbereinigung stillgelegt. 1931 folgte nach kurzer Wiederbelebung der Aktivitäten das endgültige Aus. Noch in den 1930‘er Jahren sprengte ein Kommando der Reichswehr die Werksanlagen und das Gelände fiel brach. Nach der Beseitigung der letzten Anlagen und einiger Wohnhäuser in den 1980’er Jahren blieben nur noch die beiden Kalkofenstümpfe stehen, die heute als Gesekes einziges Industriedenkmal auf die lange Zementgeschichte der Stadt hinweisen. 

Die Natur erhielt seit 90 Jahren einen weitgehend ungestörten Raum. Geseker Schäfer sorgten mit ihren Herden durch die extensive Beweidung für einen offenen Lebensraum, indem der Verbiss der Tiere einen vollständigen Bewuchs mit Sträuchern und Bäumen verhinderten.

In der Folge siedelten sich alle seltenen Pflanzenarten der ehemals sehr artenreichen südlichen Feldflur auf dem Gelände an, das damit zu einer „Arche Noah“ für den Artenschutz wurde. Spezialisten finden heute über 70 gefährdete höhere Pflanzen, zahlreiche bedrohte Moose und Flechten und eine Vielzahl von seltenen Insektenarten.

Gepflegt werden die Flächen heute durch „Hellweg-Steinschafe“, einer in Kooperation zwischen dem Geseker Naturschutzverein VerBund e.V. und HeidelbergCement AG speziell für die Geseker Steinbrüche gezüchteten Schafrasse. Das Gelände ist wegen seiner Unzugänglichkeit und seiner hohen Bedeutung für den Artenschutz für die Öffentlichkeit gesperrt.

Termine

    Adresse (Hauptgebäude):
    Stadtverwaltung Geseke
    An der Abtei 1
    59590 Geseke

    Verwaltungsgebäude Altes Rathaus:
    Stadtverwaltung Geseke
    Am Teich 13
    59590 Geseke

    Außenstelle Bürgerbüro/Ordnungsamt:
    Stadtverwaltung Geseke
    Mühlenstraße 11
    59590 Geseke

    Briefadresse/Fon/Fax/Mail:
    Stadtverwaltung Geseke
    Postfach 1442
    59585 Geseke

    Telefon: 02942 / 500 0
    Telefax: 02942 / 500 109
    E-Mail: post@geseke.de

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