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"Der Steinbruch brennt" - Stefanie Heinzmann im Interview

Genau drei Wochen ist es noch hin, dann heißt es: "Der Steinbruch brennt - jetzt rockt`s". Dann heizen die Guano Apes und Stefanie Heinzmann in der "Kohle Süd" tausenden Zuschauern mächtig ein. Vor der zweiten Auflage des Doppelkonzerts hat Stefanie Heinzmann mit Hannah Löseke von der Geseker Zeitung (Ausgabe: 28. April 2018) über ungewöhnliche Konzertorte, Work-Life-Balance und auch ihr neues Album gesprochen.

Genau drei Wochen ist es noch hin, dann heißt es am 30. Mai: "Der Steinbruch brennt ? jetzt rockt?s". Dann heizen die Guano Apes und Stefanie Heinzmann in der "Kohle Süd" tausenden Zuschauern mächtig ein. Vor der zweiten Auflage des Doppelkonzerts hat Stefanie Heinzmann mit Hannah Löseke von der Geseker Zeitung (Ausgabe: 28. April 2018) über ungewöhnliche Konzertorte, Work-Life-Balance und auch ihr neues Album gesprochen.

Der Steinbruch brennt und Sie sind dabei. Sind Sie schon mal in so einer ungewöhnlichen Location aufgetreten?

Stefanie Heinzmann: Ich glaube, in einem Steinbruch war ich tatsächlich noch nie. Aber schon auf ganz abgefahrenen Bühnen, in einem Schloss und auf einem Schiff zum Beispiel. Das ist immer sehr unterschiedlich, deshalb freue ich mich immer total auf Konzerte, besonders auf die Festivalsaison.

Welche Bühne war am coolsten?

Heinzmann: Das fahrende Schiff war schon wirklich abgefahren. Zu wissen, dass sich unter dir so ein riesiges Schiff bewegt und du mit deiner Band oben drauf bist und spielst, das ist schon ganz schön cool. Das mindert aber auf keinen Fall die anderen Konzerte. Dieses Facettenreiche ist eben so schön. Ich habe auch mal ein Wohnzimmerkonzert am Arsch der Welt gegeben, irgendwo in der Schweiz auf dem Land. Da saßen wir im Garten am Tisch, mit vielleicht acht, neun, zehn Nachbarn. Mein Bruder war mit und wir haben uns gar keinen richtigen Platz zum Spielen gesucht, sondern sind einfach auf der Bank sitzen geblieben. Das war richtig schön.

Vor zwei Jahren sind Sie gemeinsam mit den Guano Apes schon am Kiessee in Göttingen aufgetreten. Haben Sie sich da schon kennengelernt?

Heinzmann: Ich freue mich schon total darauf, die zu sehen und bin schon ganz gespannt, wie das auf der Bühne ist. Richtig kennengelernt haben wir uns auch noch gar nicht. Es ist auch immer schwierig zu sagen, wie viel Zeit wir haben. Letztens war ich auf einem Konzert von Radio Regenbogen mit 40 Bands und ich habe original keinen gesehen. Manchmal hat man einfach keine Zeit.

Können wir uns auf eine spontane, gemeinsame Jam-Session zu später Stunde freuen?

Heinzmann: Ich glaube, der Bus fährt danach leider direkt ab.

2008 ist Ihr Debutalbum "Masterplan" erschienen. 2009 kam "Roots to grow", 2012 "Stefanie Heinzmann" und 2015 "Chance of Rain". Setzt sich der Dreijahresrythmus fort? Gibt es 2018 ein neues Album?

Heinzmann: Im besten Falle ja. Wir sind schon Ewigkeiten am schreiben. Anfang des Jahres habe ich mir eine riesige Auszeit genommen, weil ich wirklich müde war und neue Energie schöpfen wollte, aber im Herbst ist das neue Album dann hoffentlich fertig.

Wie haben Sie Ihre Auszeit denn genutzt?

Heinzmann: Ich habe einfach mal drei Monate lang gar nichts gemacht. Jeden Tag zwölf Stunden geschlafen und war einfach so zu Hause in unserem Dorf und in den Bergen. Da war ich zehn Jahre fast gar nicht mehr. So ein Jetsetterleben macht Spaß, ist aber auch ermüdend und jetzt habe ich ein bisschen Blut geleckt. Es geht auch nicht darum, jetzt zwischendurch immer monatelang nichts mehr zu machen, sondern Raum für sich selbst zu schaffen. Konzerte, Songs schreiben, Fernsehen ? es ist wahnsinnig viel und ich mache das gerne und ich glaube, das ist jetzt auch die Aufgabe. Ich werde ja auch irgendwann 30 und so langsam muss ich eine Work-Life-Balance schaffen und ein bisschen auf mich aufpassen.

Wie wird das neue Album? Haben Sie am 30. Mai schon Songs aus dem neuen Album im Gepäck?

Heinzmann: Wir haben schon ein paar Songs geschrieben, aber da fehlt noch der letzte Feinschliff. Es wird schon "In the End"-mäßig ? moderner, aber Soul darf nicht fehlen. Wir haben aber unser Jubiläumsjahr, seit zehn Jahren bin ich mit der Band auf Tour. Zum ersten Mal haben wir zwei Bläser dabei, das ist was ganz besonderes. Wir spielen Songs aus allen Alben ? funky, Soul und Pop.

Karten für den Doppelgig im Steinbruch am Mittwoch, 30. Mai, gibt?s unter anderem in der Geschäftsstelle der Stadtwerke Geseke (Mühlenstraße 11), bei Hellwegticket und Eventim.

(Quelle: Geseker Zeitung vom 28. April 2018)