Landesfonds "Alle Kinder essen mit"

Teller mit Spaghetti

Über den am 01.08.2011 in Kraft getretenen Härtefallfonds "Alle Kinder essen mit" gewährt das Land NRW finanzielle Zuwendungen für die Teilnahme an gemeinschaftlicher Mittagsverpflegung von Kindern und Jugendlichen aus finanziell bedürftigen Familien. "Alle Kinder essen mit" ist das Nachfolgeprogramm des Landesfonds "Kein Kind ohne Mahlzeit", der zum 31.07.2011 ausgelaufen ist. Der aktuelle Härtefallfonds des Landes ist bis zum 31.07.2020 angelegt.

Familien, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag haben, sollten nach wie vor den Zuschuss zu den Kosten der Mittagsverpflegung ihrer Kinder über das Bildungs- und Teilhabepaket beim Jobcenter bzw. bei der zuständigen Kommune beantragen. Diese Familien gehören nämlich nicht zur Zielgruppe des neuen Landesfonds "Alle Kinder essen mit".

Eine Förderung über den Härtefallfonds des Landes NRW ist vielmehr nur dann möglich, wenn - trotz Bedürftigkeit - kein Anspruch auf Bezuschussung der Verpflegungskosten über Bildungs- und Teilhabeleistungen besteht. Es können beispielsweise Familien gefördert werden, die sich in einer ähnlich schwierigen wirtschaftlichen Situation befinden, wie die Personen, die von den Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket erfasst werden. Auch Kinder aus Haushalten mit nominal höherem Einkommen können eventuell in den Genuss der Förderung kommen, sofern z.B. aufgrund einer Verschuldung nur geringe finanzielle Mittel für den Lebensunterhalt zur Verfügung stehen.

Gefördert wird die Teilnahme an der Mittagsverpflegung in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, in allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Bei Schülern sind die Voraussetzungen nur erfüllt, solange sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sofern die Mittagsverpflegung in schulischer Verantwortung angeboten wird. Wie auch beim Bildungs- und Teilhabepaket ist von den Eltern grundsätzlich ein Eigenanteil von 1,00 ¤ pro Mahlzeit aufzubringen.

Zuwendungsempfänger sind zunächst die Kommunen, die das Geld dann weiter verteilen an die Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen, an die Schulen bzw. die jeweils beauftragten Träger oder Unternehmen. Die Auszahlung erfolgt halbjährlich jeweils am 01. November und am 01. Mai.

Die Förderung über den Landesfonds setzt für jedes Kind / jeden Jugendlichen einen individuellen Antrag voraus. Zuständig sind die Stadt- und Gemeindeverwaltungen des jeweiligen Wohnortes. Geseker Familien sollten sich also an die Stadt Geseke wenden. Die Richtlinien sehen für die Halbjahreszeiträume zwei Antragsfristen, nämlich den 15.09. und den 15.03. vor, so dass also die Anträge jeweils zu diesen Terminen bei der Stadt Geseke gestellt sein müssen.

Umfang und Höhe der Leistungen (auch des Eigenanteils bei der Mittagsverpflegung) orientieren sich an den Regelungen zum Bildungs- und Teilhabepaket.

Leistungen der wirtschaftlichen Jugendhilfe (§ 90 Abs. 3 SGB VIII) haben grundsätzlich Vorrang.

Weitere Informationen zum Härtefallfonds "Alle Kinder essen mit" finden Sie hier:

Notwendige Unterlagen

In jedem Einzelfall ist durch die Stadt Geseke zu prüfen, ob eine Härte im Sinne der Zuwendungsrichtlinie des Landes NRW vorliegt. Daher sollten bereits bei Antragstellung vollständige Nachweise zur wirtschaftlichen Situation der Familie (Einkommen, laufende Ausgaben z.B. für Miete, Kreditverpflichtungen, eventuelles Vermögen) vorgelegt werden.


Adresse (Hauptgebäude):
Stadtverwaltung Geseke
An der Abtei 1
59590 Geseke

Verwaltungsgebäude Altes Rathaus:
Stadtverwaltung Geseke
Am Teich 13
59590 Geseke

Außenstelle Bürgerbüro/Ordnungsamt:
Stadtverwaltung Geseke
Mühlenstraße 11
59590 Geseke

Briefadresse/Fon/Fax/Mail:
Stadtverwaltung Geseke
Postfach 1442
59585 Geseke

Telefon: 02942 / 500 0
Telefax: 02942 / 500 25
E-Mail: post@geseke.de

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