Bildung und Teilhabe (Leistungen für Kinder und Jugendliche)

Malkasten und Buntsifte


Kinder und junge Erwachsene aus einkommensschwachen Familien haben oft nicht die Möglichkeit, bei Klassenfahrten, anderen Freizeitangeboten oder Vereinsaktivitäten mitzumachen. Manchmal fehlt auch das nötige Geld für die erforderliche Ausstattung mit Schulbedarfsgegenständen, für die Bezahlung der schulischen Mittagsverpflegung oder für die Finanzierung von Nachhilfeunterricht. Bisweilen können die persönliche Interessen und Begabungen der Kinder nicht angemessen gefördert werden (z.B. durch Musikunterricht, Ballettunterricht), weil das Familienbudget derartige Ausgaben einfach nicht ermöglicht.

Das so genannte Bildungs- und Teilhabepaket fördert und unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Die oben genannten und weitere Bedarfe dieser Kinder und jungen Erwachsenen in Bezug auf Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft werden neben dem Regelbedarf gesondert berücksichtigt. Daher hat der Gesetzgeber für derartige Bedarfssituationen (zusätzliche) finanzielle Leistungen vorgesehen, die in der Regel nur auf Antrag gewährt werden.


Leistungsarten:

Leistungen werden bei Vorliegen aller wirtschaftlichen und persönlichen Voraussetzungen für folgende Bedarfe erbracht:

  • Eintägige Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen
  • Kita- Ausflüge
  • persönlicher Schulbedarf (2 x jährlich Pauschalbetrag, 100 Euro zum 1. August und 50 Euro zum 1. Februar, insgesamt also 150 Euro pro Kind), Auszahlung ohne Antrag an Empfänger von laufenden SGB II- und SGB XII-Leistungen sowie an Empfänger von AsylbLG-Leistungen, ansonsten auf Antrag. Für Empfänger von SGB XII- oder AsylbLG-Leistungen gilt anstatt der vorstehenden Stichtage jeweils der Monat, in dem der erste Schultag liegt bzw. in dem das zweite Schulhalbjahr beginnt.
  • Schülerbeförderungskosten zur nächstgelegenen Schule, soweit sie nicht von Dritten (z.B. nach der Schülerfahrkostenverordnung) übernommen werden.
  • Ergänzende angemessene Lernförderung, soweit diese geeignet und zusätzlich erforderlich ist, um die wesentlichen Lernziele zu erreichen. Vorrangig sind die meist kostenlosen schulischen oder schulnahen Angebote (z.B. von Fördervereinen) in Anspruch zu nehmen.
  • Übernahme der Kosten einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in Schulen, Kindertageseinrichtungen oder im Rahmen der Kindertagespflege, sofern eine gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in Verantwortung des Trägers angeboten wird oder (bei schulischer Verpflegung) aufgrund einer Kooperationsvereinbarung mit der Schule.
  • Bedarfe zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft in Höhe von 15 Euro monatlich (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres), wahlweise einsetzbar für
    • Aktivitäten in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit (z.B. Vereinsmitgliedschaften),
    • Unterricht in künstlerischen Fächern (z. B. Musikunterricht, Ballettunterricht),
    • vergleichbare angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung und
    • die Teilnahme an Freizeiten.

Weitere tatsächliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den o. a. Teilhabeaktivitäten, insbesondere Ausrüstungsgegenstände, die für die Ausübung einer konkret benannten Teilhabe am sozialen oder kulturellen Leben zwingend benötigt werden (z.B. eine Reitausrüstung für den Reitsport, ein Musikinstrument für den Musikverein, eine Uniform für den Spielmannszug, Fußballschuhe für die Teilnahme am Vereinssport im Fußballverein oder andere wichtige Utensilien), können im Einzelfall ggf. zusätzlich bezuschusst werden. Die Entscheidung hierüber liegt stets im pflichtgemäßen Ermessen des Leistungsträgers. Es besteht daher kein Rechtsanspruch auf Bezuschussung weiterer tatsächlicher Aufwendungen, wohl aber auf fehlerfreie Ausübung des behördlichen Ermessens.


Wirtschaftliche Voraussetzungen:

Eine grundsätzliche Leistungsberechtigung besteht für Kinder und Jugendliche, die entweder

  • Arbeitslosengeld II / Sozialgeld oder
  • Sozialhilfe oder
  • Kinderzuschlag und Kindergeld oder
  • Wohngeld oder
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

beziehen und die nachstehend genannten persönlichen Voraussetzungen erfüllen müssen. Anspruchsberechtigt können ausnahmsweise auch Personen sein, die keine der o.a. Leistungen beziehen, aber dennoch ihre Bedarfe an Bildung und Teilhabe nicht vollständig aus eigenen Kräften und Mitteln decken können.


Persönliche Voraussetzungen:

a) für Schulausflüge, Klassenfahrten, Schulbedarf, Schülerbeförderungskosten, Lernförderung und schulische Mittagsverpflegung:

  • Schülerinnen und Schüler einer allgemein- oder berufsbildenden Schule

  • bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (gilt nicht für Sozialhilfe und AsylbLG)

  • Kein Erhalt von Ausbildungsvergütung

b) für Kita-Ausflüge und Kita-Mittagsverpflegung:

  • Besuch einer Kindertageseinrichtung

c) für Leistungen des Bereichs Teilhabe

  • 18. Lebensjahr noch nicht vollendet


Zuständigkeiten für Geseker Leistungsberechtigte (Kurzübersicht):

  • Zuständig für die Leistungsberechtigten nach dem AsylbLG ist die Stadt Geseke.
  • Zuständig für die Empfänger von Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt / Grundsicherung) ist die Stadt Geseke.
  • Zuständig für Empfänger von Kinderzuschlag und Wohngeld ist die Stadt Geseke.

Eine detaillierte Übersicht der Zuständigkeiten für Bildung und Teilhabe erreichen Sie über den nachfolgenden Link.

Banner Bildung und Teilhabe

Antragstellung:

Die Antragsvordrucke können Sie entweder hier als PDF-Dateien herunterladen, oder Sie erhalten auf Wunsch die Formulare bei der Stadt Geseke, Abt. Soziale Sicherung, im Alten Rathaus persönlich ausgehändigt.

Beachten Sie bitte: Die Anträge im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets sind von den volljährigen Bezugsberechtigten bzw. den Eltern der minderjährigen Bezugsberechtigten für jede leistungsberechtigte Person sowie für jeden Bewilligungszeitraum separat zu stellen. Außerdem gilt, dass die Anträge grundsätzlich vor Inanspruchnahme der jeweiligen Leistung gestellt sein müssen und dass alle im Einzelfall erforderlichen Nachweise / Bescheinigungen beigefügt sind. Hilfestellung dazu finden Sie in den Antragsvordrucken selbst.

Tipp: Wenn Sie technisch die Möglichkeit haben, drucken Sie mehrseitige Formulare bitte stets doppelseitig aus (Vor- und Rückseite bedrucken). Das schont die Umwelt, spart Ihnen Papier und hilft uns, Ihre Akte möglichst "schlank" zu halten.

Auskünfte, Beratung, weitere Informationen:

  • Empfänger von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem SGB II sollten sich bei Rückfragen und zwecks Antragstellung bitte direkt an das Jobcenter AHA Kreis Soest in Lippstadt wenden. Informationen des Jobcenters zu Bildung und Teilhabe finden Sie hier.
  • Allen anderen Geseker Leistungsberechtigten steht die Stadt Geseke gern mit ergänzenden Informationen zur Verfügung. Die Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner finden Sie unten.
  • Außerdem beraten und unterstützen die Schulsozialarbeiter der Stadt Geseke an den städtischen Schulen sowohl die Leistungsberechtigten wie auch die Lehrer und Schulleitungen zum Thema "Bildung und Teilhabe". Detailinfos und die Kontaktdaten der Schulsozialarbeiter finden Sie hier.
  • Eine persönliche Beratung von Einwohnern anderer Gemeinden kann durch die Stadt Geseke allerdings grundsätzlich nicht geleistet werden. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis.

Tipp: Über BuT zum Familienpass

Famillienpass
Den gibt's noch dazu: Geseker Familienpass

Wussten Sie schon, dass der Bezug von Bildungs- und Teilhabeleistungen auch den Zugang eröffnet zum beliebten Geseker Familienpass? Wer für mindestens ein Kind Bildungs- und Teilhabeleistungen (wegen des Bezuges von Wohngeld oder Kinderzuschlag) erhält, hat auf dieser Grundlage auch einen Anspruch auf Ausstellung des Geseker Familienpasses. Der Nachweis der Berechtigung erfolgt beim Bürgerbüro durch die Vorlage eines aktuellen Bescheides über Bildungs- und Teilhabeleistungen nach dem BKGG.

Notwendige Unterlagen

Welche Unterlagen / Nachweise erforderlich sind, ist in den jeweiligen Antragsformularen angegeben.

Formulare und Informationen zu diesem Produkt: 


Zuständige Ansprechpartner:  

- für Empfänger von Wohngeld und Kinderzuschlag, Buchstaben A-K
Am Teich 13  - Raum 8 (Eingangsgeschoss)
59590 Geseke
- für Empfänger von Wohngeld und Kinderzuschlag, Buchstaben L-Z
Am Teich 13  - Raum 8 (Eingangsgeschoss)
59590 Geseke

- für Empfänger von AsylbLG-Leistungen, Buchstaben A-Z
Am Teich 13  - Raum 14 (Obergeschoss)
59590 Geseke

Adresse (Hauptgebäude):
Stadtverwaltung Geseke
An der Abtei 1
59590 Geseke

Verwaltungsgebäude Altes Rathaus:
Stadtverwaltung Geseke
Am Teich 13
59590 Geseke

Außenstelle Bürgerbüro/Ordnungsamt:
Stadtverwaltung Geseke
Mühlenstraße 11
59590 Geseke

Briefadresse/Fon/Fax/Mail:
Stadtverwaltung Geseke
Postfach 1442
59585 Geseke

Telefon: 02942 / 500 0
Telefax: 02942 / 500 25
E-Mail: post@geseke.de

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