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Umdenken in der Kultur: Konzerte finden zwei Mal statt

Corona ist eine Herausforderung für die Kultur, für Veranstalter und Künstler gleichermaßen. Um trotz aller Ungewissheit, die das Virus auf längere Sicht mit sich bringt die Kultur zu erhalten, muss neu gedacht werden. Der Verein der Kulturfreunde K&K, der mit seinem Klassik-Programm und der Alternativ-Schiene, dem S-Kulturforum, eine breite Klientel bedienen möchte, reagiert mit einem Format, das großes Engagement beweist.

Corona ist eine Herausforderung für die Kultur, für Veranstalter und Künstler gleichermaßen. Um trotz aller Ungewissheit, die das Virus auf längere Sicht mit sich bringt die Kultur zu erhalten, muss neu gedacht werden. Der Verein der Kulturfreunde K&K, der mit seinem Klassik-Programm und der Alternativ-Schiene, dem S-Kulturforum, eine breite Klientel bedienen möchte, reagiert mit einem Format, das großes Engagement beweist. Immerhin mussten acht von 25 Veranstaltungen wegen Corona abgesagt oder verschoben werden. Bislang seien für die meisten Veranstaltungen Ersatztermine gefunden worden.

"Es soll weitergehen", betonte Vorsitzender Peter Plonka bei der Pressekonferenz am Donnerstag im Rittergut Störmede, das mit der Familie Bröggelwirth nach wie vor Hauptgastgeber der K&K-Veranstaltungen sein wird. So wird nach vielen Gesprächen mit den Künstlern und Ämtern nach über fünf Monaten Zwangspause bis zum Jahresende ein abgespecktes Programm mit immerhin sechs Veranstaltungen stattfinden. Das Besondere daran: Weil wegen der Corona-Sicherheitsbestimmungen nur etwa die Hälfte der Besucher die Veranstaltungen besuchen können, werden diese am gleichen Tag gleich zwei Mal aufgeführt. Die erste Veranstaltung beginnt am späten Nachmittag, nach einer Pause für die Künstler erfolgt eine zweite Aufführung am frühen Abend. "Die Konzerte oder Lesungen dürfen nicht länger als 75 Minuten inklusive Zugabe dauern. Eine Pause gibt es nicht", so Peter Plonka. Das auch, um die Künstler entsprechend zu schonen. Und natürlich wolle man auch, dass sich die Besucher sicher fühlen. Um etwa 80 Besucher im Rittersaal unterbringen zu können, wird das Foyer, in dem sonst der Ausschank integriert war, mit einbezogen. Diese T-förmige Konstruktion erlaube immer noch einen sehr guten Blick auf die Bühne von drei Seiten aus. Eine Bewirtung werde es in jedem Fall geben, so Bröggelwirth. "Das gehört zum Service." Auch werde mit Blick auf den Herbst überlegt, wie man die Garderobe regeln wolle. "Es ist alles noch ein Experiment. Wir müssen kreativ sein und im ersten Anlauf improvisieren können", so Plonka angesichts der Situation und dem großen Bemühen, die Kultur nicht ins Wasser fallen zu lassen. Da wolle man gerne neue Wege gehen. So etwa regte Hartwig Bröggelwirth an, über Open Air-Konzerte nachzudenken, die vor der Kulisse des Rittergut-Parks eine sehr reizvolle Alternative wären.

Open Air wird in jedem Fall gleich das erste Konzert mit dem Boogie-Woogie-Ensemble Boogielicious am Sonntag, 23. August, um 16.30 und um 18.30 Uhr am Haus Thoholte in Geseke sein. Die Opernfahrten und auch Schülerkonzerte sind noch in Überlegung, das Programm für den Kinder-Klub Papageno wird ab Oktober vorgestellt. Der finanzielle Verlust habe sich bis auf Werbekosten in Grenzen gehalten, da noch keine Gagen gezahlt wurden. Müssen gebuchte Veranstaltungen etwa wegen einer zweiten Corona-Welle abgesagt oder verschoben werden, wird das Eintrittsgeld zurückgezahlt, versichert der Vorstand, der an alle Kulturliebhaber appelliert: "Setzen Sie mit Ihrem Ticketerwerb ein Zeichen für Kultur und Solidarität in schwierigen Zeiten."

Karten für die Konzerte in der Klassik-Reihe gibt es ab dem heutigen Montag, 17. August, bei der Sparkasse Geseke, Tel. 02942/50-90.

Übersicht der geplanten Veranstaltungen:

23. August: Boogie Woogie, Dixie und Ragtime mit Boogielicious, Haus Thoholte, Geseke, 16.30 und 18.30 Uhr

27. September: Pariser Flair - eine musikalische Stadtführung mit Marie Giroux (Mezzosopran) und Jenny Schäuffelen (Klavier), Rittergut Störmede, 16.30 und 18.30 Uhr

3. Oktober: Meisterwerke der Klaviermusik von Scarlatti bis Chopin mit Aleksandra Mikulska, Rittergut Störmede, 16 und 18.30 Uhr

25. Oktober: Meisterwerke der Klassik und Romantik von Beethoven bis Schumann mit Herbert Schuch und dem Alinde Streichquartett, Rittergut Störmede, 16 und 18.30 Uhr

14. November: Celloherbst am Hellweg mit den 12 Hellweger Cellisten, Rittergut Störmede, 16 und 18.30 Uhr

28. November: Rainer Maria Rilke - eine literarisch-musikalische Biografie mit Heribert Knapp (Rezitation) und Jutta Rieping (Klavier), Rittergut Störmede, 16 und 18.30 Uhr

(rio)