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Ausgedientes Schulmobiliar findet in Afrika neue Verwendung

Die Stadt Geseke hat in den letzten Jahren viel neues Schulmobiliar angeschafft. Mitwachsende Möbel für die Grundschulen, leichtere Tische und Stühle in den weiterführenden Schulen, um Gruppenarbeit und variables Arbeiten zu ermöglichen. Neue Tafelsysteme, um Platz für Projektionsflächen und Großbildschirme zu schaffen. Das ausgediente Schulmobiliar und die Tafeln wurden nicht entsorgt, sondern sollen nun in Afrika neue Verwendung finden.

Die Stadt Geseke hat in den letzten Jahren viel neues Schulmobiliar angeschafft. Mitwachsende Möbel für die Grundschulen, leichtere Tische und Stühle in den weiterführenden Schulen, um Gruppenarbeit und variables Arbeiten zu ermöglichen. Neue Tafelsysteme, um Platz für Projektionsflächen und Großbildschirme zu schaffen. Das ausgediente Schulmobiliar und die Tafeln wurden nicht entsorgt, sondern sollen nun in Afrika neue Verwendung finden.

Das alte Mobiliar aus der Alfred-Delp-Schule sowie der Dr. Adenauer-Schule wird in Kürze in Richtung Ghana verschifft. Der Schulausschuss hatte hierfür bereits vor einigen Wochen grünes Licht gegeben. Um die Organisation kümmert sich federführend der Schulleiter des Gymnasiums Antonianum, Ulrich Ledwinka.

"Die Möbel werden aktuell in einem Container verstaut und dann zunächst in die ghanaische Hauptstadt Accra gebracht. Von dort aus geht die Reise weiter zum Zielort Wa, im Nordosten Ghanas", erklärt Ledwinka. Der Rotary Club Erwitte-Hellweg, dem Ledwinka angehört, unterstützt seit vielen Jahren gemeinsam mit seinem Partner, dem Rotary Club Amersfoort-Regio, den Orden Brothers FIC, einen Ableger der niederländischen Brüder von Maastricht. Im Rahmen dieser Kooperation gelangt nun auch das Geseker Schulmobiliar nach Afrika. Und auch die Kosten, die sich immerhin auf rund 5.500 Euro belaufen, werden vom Serviceclub getragen.

Ursprünglich haben die niederländischen Brüder in Ghana Schulen aufgebaut und diese als Träger betrieben. Inzwischen sind die Maastrichter Brüder aber vor Ort fast vollständig von Ghanaern abgelöst worden. Die Brothers FIC betreiben nunmehr eine Vielzahl von Schulen und Sozialprojekten als Träger. Ledwinka hat sich 2015 vor Ort selbst ein Bild von der Situation gemacht und sich Schulen angesehen und ein Projekt zur Leseförderung unterstützt.

"Ist der Bau von Schulen in Ghana auch durch staatliche Zuschüsse durchaus möglich, gibt es bei der Einrichtung überall große Probleme, da die Mittel fehlen", weiß Ledwinka zu berichten. "In der Folge gibt es viele Schulen, die keine Schulmöbel und Tafeln haben. Daher unterstützen die beiden Rotary Clubs den Aufbau einer Schulmöbelproduktion, also Hilfe zur Selbsthilfe. Der unmittelbare Notstand wird durch die Lieferung unserer noch sehr stabilen und funktionsfähigen Altmöbel und auch Tafelanlagen bestimmt gemildert", ist sich Ledwinka sicher.

Auch der Container, der für den Transport genutzt wird, verbleibt übrigens in Wa. Er soll der dortigen Jubilee-School als Lagerraum dienen.