Jakobsweg

Aus Salzkotten kommend erreicht der Pilger die alte Ackerbürgerstadt Geseke.

Von der Maria-Hilf-Kapelle aus dem 18. Jahrhundert pilgern Sie auf dem Hellweg, der alten Heer- und Handelsstraße zum Hellweg-Museum. Dabei überqueren Sie die alte Wallanlage, die noch heute die Altstadt komplett umschließt. Der alte Hellweg wird gesäumt von Fachwerkhäusern unterschiedlichster Bauart und Epochen. Teils ansehnlich restauriert, vermitteln sie einen Eindruck von der großen wirtschaftlichen Bedeutung der deutschen Verbindungsachse von Ost nach West. Nach etwa einem Kilometer stehen Sie vor dem Dickmann-Haus, einem stattlichen Fachwerkbau aus dem Jahr 1664, in dem das Museum der Stadt untergebracht ist.

Direkt hinter dem Museum führt der Alte Steinweg geradewegs zur Stiftskirche St. Cyriakus, die malerisch am Geseker Teich mit seinen zahlreichen Quellen liegt. Sie bildet wohl die Keimzelle der Stadt und beheimatet neben vielen anderen kulturhistorisch bedeutsamen Schätzen das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter, einer hölzernen Pietà aus dem 15. Jahrhundert. Nach einer Legende trägt sie den Namen "Maria Schuss" und ist Ziel einer monatlichen Wallfahrt.

Folgt man dem Lauf des Teichgewässers in nördlicher Richtung, so gelangt man zum neuen Wasserrad und von dort weiter in den Stadtpark. Hier findet der Wanderer ein wenig Ruhe und Erholung. Auch kann er sich in der nahegelegenen Gastronomie im historischen Haus Thoholte oder am benachbarten Marktplatz stärken. Weitere naturnahe Oasen der Entspannung sind übrigens auf unserer Seite Parks und Grünanlagen aufgelistet.

Direkt am Markt wurde auch die Geseker Stadtkirche St. Petri mit ihrem mächtigen Turm erbaut. Nach dem Bau im Jahre 952 wurde sie mehrfach zerstört, wieder aufgebaut und erweitert. Als Besonderheit gilt ein Ostensorium aus dem 12. Jahrhundert, das damit das älteste seiner Art in Westfalen ist.

Durch die Fußgängerzone und weiter über die Bachstraße gelangt man zum Geseker Hospital zum Hl. Geist. Hier erhalten Sie Informationsmaterial (Unterkunftsverzeichnis, Broschüren etc.) und auch den Stempel.

Nachdem man sich seine Bestätigung für die Station Geseke hat geben lassen, verlässt man die Stadt Richtung Süd-Westen über die Eringerfelder Straße. In unmittelbarer Nähe bietet sich eine kurze Rast an der "Siechenlinde" an. Hier befand sich bis etwa um 1700 das Leprosenhaus von Geseke und auch eine dem Hl. Jakobus geweihte Kapelle.

Schon außerhalb der Stadt überquert der Pilger schließlich die B1 und erreicht über Feldwege Störmede. Das Dorf glänzt im harmonisch gestalteten Ortskern mit seiner spätromanischen Pfarrkirche St. Pankratius und dem angrenzenden ehemaligen Klostergelände mit dem Haus Nazareth.

Von Störmede bietet sich ein Abstecher zur Jakobuskapelle in Ehringhausen an. Im Innenraum der Kapelle befindet sich eine Statue des Hl. Jakobus, der Schutzpatron der Kirche, des Dorfes und des örtlichen Schützenvereins ist. Sehr zu empfehlen nach längerem Fußmarsch ist in Ehringhausen insbesondere der Barfußpfad am Jakobusplatz.

Über einen neu angelegten Radweg erreicht der Pilger schließlich Langeneicke mit seiner Pfarrkirche St. Barbara.

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