Das "Wohngeld-Plus-Gesetz"

Wohngeldreform 2023

Informationen der Stadt Geseke zur Umsetzung der Wohngeldreform - Stand: 28.12.2022

Zum 01.01.2023 hat der Gesetzgeber mit dem so genannten "Wohngeld-Plus-Gesetz" die größte Wohngeldreform in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Dem Wohngeld wurden zusätzliche Leistungskomponenten hinzugefügt. Außerdem wurden die Einkommensgrenzen modifiziert. Diese Anpassungen der Berechnungsfaktoren haben weitreichende Folgen.

Deutlich mehr Menschen haben jetzt einen Anspruch auf Wohngeld. Zugleich können Wohngeldempfänger/innen im Regelfalle mit einem höheren monatlichen Zahlbetrag rechnen.

Wer in Geseke bereits Wohngeld bezieht, muss nicht aktiv werden, um in den Genuss höherer Leistungen zu kommen. Eine entsprechende Anpassung der monatlichen Zahlung erfolgt, sobald dies technisch möglich ist, und dann rückwirkend ab dem 01.01.2023. Wenn also der laufende Bewilligungszeitraum über den 31.12.2022 hinausgeht, wird das Wohngeld übergangsweise noch in der bisherigen Höhe fortgezahlt; die Nachzahlung kommt dann später automatisch (voraussichtlich im April oder Mai 2023).

Wer demgegenüber erstmals Wohngeld beantragen möchte, sollte bitte beachten, dass der Antrag (gegebenenfalls zunächst formlos) bis zum 31.01.2023 der Stadt Geseke vorliegen muss, um einen Wohngeldbezug ab dem 01.01.2023 sicherzustellen. Das Wohngeld wird so bald als möglich ausgezahlt. Alle Ansprüche werden rückwirkend ab dem Ersten des Antragsmonats erfüllt. Es gehen somit keine Ansprüche verloren, sofern sich die Bearbeitung verzögert. In begründeten Fällen kann das voraussichtliche Wohngeld ab 01.01.2023 zunächst vorschussweise gezahlt werden.

Ob überhaupt ein Anspruch besteht, kann bequem von zu Hause aus ermittelt werden, denn dazu steht der Online-Wohngeldrechner zur Verfügung. Über den Wohngeldrechner kann nicht nur die mögliche Höhe des Wohngeldes unverbindlich errechnet werden, sondern im Anschluss an die Berechnung kann auch direkt der Antrag in digitaler Form gestellt werden. Dabei erfolgt die Wohngeldberechnung zunächst völlig anonym. Ihre personenbezogenen Daten sind erst einzugeben, sobald Sie nach der Probeberechnung den Online-Antrag ausfüllen.

Wer den klassischen Weg und die persönliche Beratung bevorzugt, kann sich an die Wohngeldstelle der Stadt Geseke wenden. Auch dort kann selbstverständlich eine Probeberechnung für Sie erstellt werden. Und Antragsformulare in Papierform können Sie sich hier herunterladen. Wir bitten Sie aber zu berücksichtigen, dass insbesondere im ersten Halbjahr 2023 die Mitarbeiterinnen der Wohngeldstelle erheblich belastet sind. Sofern Sie auf persönliche Anfragen und Vorsprachen verzichten können, hilft uns das in den nächsten Monaten sehr, uns ganz und gar auf die schnellstmögliche Bearbeitung der eingehenden Anträge zu konzentrieren.


Informationsfilm der Landesregierung:

„So unterstützt das Wohngeld Menschen mit geringem Einkommen in Nordrhein-Westfalen bei den Wohnkosten.“

Dies ist das Thema eines Videos des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW, das wir Ihnen hier präsentieren. In dem informativen Film erfahren Sie allerhand Wissenswertes zum Wohngeld.

Alle weiteren Details erläutern wir Ihnen mit den nachstehenden Texten. Beachten Sie bitte besonders unsere FAQ-Liste weiter unten auf dieser Seite.


Herausforderung für die Wohngeldbehörden

Wenngleich die Wohngeldreform ein durchweg begrüßenswertes Vorhaben ist, so wird doch unter anderem von kommunaler Seite vielfach kritisiert, dass die Vorlaufzeit für eine Gesetzesänderung mit solch erheblichen Auswirkungen viel zu kurz war. Am 25.11.2022 wurde dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz im Bundesrat zugestimmt. Am 08.12.2022 wurde das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Ab dem 01.01.2023 ist es von den Wohngeldbehörden anzuwenden.

Kaum eine kommunale Wohngeldstelle konnte innerhalb weniger Wochen die Personalausstattung an die nun zu erwartenden Beratungsbedarfe, Antragszahlen und Bearbeitungsvorgänge anpassen. Solches Fachpersonal ist am Arbeitsmarkt grundsätzlich nicht in ausreichender Anzahl, und schon gar nicht kurzfristig, verfügbar.

Und auch die Berechnungs- und Zahlsysteme sind zum Jahreswechsel in NRW noch gar nicht an das neue Wohngeldrecht angepasst. Nach aktuellen Informationen wird der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT NRW) die notwendigen Aktualisierungen erst im April 2023 fertig stellen können.

Insofern können Wohngeldansprüche nach den neuen Berechnungsfaktoren allenfalls zunächst vorschussweise ausgezahlt werden, was allerdings den Bearbeitungsaufwand in den Wohngeldstellen noch einmal zusätzlich erhöht.

Auch die Stadt Geseke steht vor dem Problem, einen erheblichen Mehraufwand bei unveränderter Personalstärke und noch nicht angepassten technischen Sytemen leisten zu sollen. Und wir möchten Ihnen ausdrücklich zusagen, dass wir unser Bestes geben wollen, um allzu lange Wartezeiten zu verhindern. Aber trotz aller Anstrengungen werden wir mindestens bis zum Sommer 2023 längere Bearbeitungszeiten leider nicht ausschließen können. Wir möchten alle Betroffenen schon jetzt um Verständnis bitten, zumal wir die äußeren Umstände wenig bis gar nicht beeinflussen können.

Sie können uns unterstützen in dem Bemühen, die eingehenden Anträge möglichst effizient und zeitnah zu bearbeiten. Hilfreich wäre dazu in jedem Falle, wenn Sie

  • ganz grundlegende Informationen zum Thema Wohngeld bereits unserer Website entnehmen,
  • den Online-Antrag oder die Antragsvordrucke auf unserer Homepage nutzen,
  • Ihren Antrag möglichst vollständig (mit allen erforderlichen Nachweisen) einreichen,
  • von persönlichen Vorsprachen zumindest im ersten Halbjahr 2023 möglichst absehen,
  • zwischenzeitliche Rückfragen nach dem Bearbeitungsstand nur bei äußerster Dringlichkeit stellen.

Herzlichen Dank nochmals für Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Wenn Sie aber dringende Fragen an uns haben und eine persönliche Beratung wünschen, stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Geseke wechselt in Mietenstufe 1

Die so genannten Mietenstufen kennzeichnen in NRW das Mietniveau von Gemeinden. Dabei wird jeder Kommune eine Mietenstufe von 1 bis 7 zugeordnet, je nach ortsüblichem Mietniveau. Bis zum 31.12.2022 war Geseke noch in die Stufe 2 eingeordnet. Ab dem 01.01.2023 ist Geseke die Mietenstufe 1 zugewiesen. Eine solche Herabstufung bedeutet nicht unbedingt, dass sich die Wohnungsmieten in dem jeweiligen Ort verringert haben, sondern eher, dass sie sich weniger schnell erhöht haben, als in anderen Orten.

Die Mietenstufe kann Einfluss haben auf die Hohe des Wohngeldes, denn sie ist - neben der berücksichtigungsfähigen Personenzahl - entscheidend für die maximale Höhe der anzuerkennenden Miete oder Belastung.

Wohngeldempfänger, die in einer Kommune leben, deren Mietenstufe sich zum 01.01.2023 nicht verändert, können aufgrund der gesetzlichen Anpassung der sonstigen Berechnungsfaktoren mit einer deutlichen Erhöhung, unter Umständen sogar einer Verdopplung, des monatlichen Zahlbetrages rechnen.

Für Wohngeldempfänger, die in einer Kommune mit abgesenkter Mietenstufe leben, wird die Erhöhung des Zahlbetrages zum 01.01.2023 möglicherweise geringer ausfallen. Die Stadt Geseke hat keinen Einfluss auf diese Zusammenhänge. Daher möchten wir Sie auch insoweit um Verständnis bitten, falls Ihre Wohngelderhöhung gegebenenfalls etwas geringer ausfallen sollte, als Sie es erwartet hatten.

Allgemeine Anspruchsvoraussetzungen

Wohngeld ist ein finanzieller Zuschuss zu den Unterkunftskosten für Menschen, deren Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Das Wohngeld wird als Mietzuschuss (für Wohnungsmieter) oder als Lastenzuschuss (für Wohnungseigentümer) gezahlt.

Die Gewährung von Wohngeld sowie dessen Höhe sind abhängig vom Familieneinkommen (maßgeblich ist hier das Jahreseinkommen aller Haushaltsmitglieder), von der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, von der Höhe der zuschussfähigen Wohnkosten sowie vom Wohnort.

Wie oben schon erwähnt, können Sie relativ einfach selbst überprüfen, ob Sie ab Januar 2023 voraussichtlich Wohngeld erhalten können. Sofern sich anhand der Probeberechnung eindeutig kein Anspruch ermittelt, möchten wir Ihnen vorschlagen, auf eine Antragstellung zu verzichten. Wenn Sie jedoch nicht ganz sicher sind, fragen Sie uns oder stellen Sie im Zweifel einen Antrag.

Unter anderem folgende Personengruppen können grundsätzlich kein Wohngeld erhalten:

Empfänger von

  • Bürgergeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch,
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch,
  • Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch,
  • ergänzender Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt,
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und
  • Leistungen nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch in Haushalten, zu denen ausschließlich Empfänger dieser Leistungen gehören.

Aber: Es gibt einige Ausnahmeregelungen, die in Einzelfällen doch einen Wohngeldbezug ermöglichen. Lassen Sie sich im Zweifel bitte ausführlich beraten.

Ein Wohngeldanspruch besteht außerdem nicht für Haushalte, denen ausschließlich folgende Personen angehören:

  • Schüler oder Studenten, denen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz dem Grunde nach zustehen oder im Falle eines Antrages dem Grunde nach zustünden,
  • Auszubildende, denen Leistungen nach den §§ 56, 116 Absatz 3 oder § 122 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch dem Grunde nach zustehen oder im Falle eines Antrages dem Grunde nach zustünden oder
  • Personen, denen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes während des ausbildungsbegleitenden Praktikums oder der betrieblichen Berufsausbildung bei Teilnahme am Sonderprogramm Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa (MobiPro-EU) dem Grunde nach zustehen oder im Falle eines Antrages dem Grunde nach zustünden.

Transferleistung statt Wohngeld:

  • Wohngeld wird im Übrigen nicht gewährt, wenn sich rechnerisch ein möglicher Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II (Jobcenter) oder dem SGB XII (Sozialamt) ergibt und dieser monatliche Fehlbedarf zum Lebensunterhalt durch das Wohngeld nicht vollständig ausgeglichen werden kann. In diesen Fällen verweist die Wohngeldstelle die Hilfesuchenden an das Jobcenter oder das Sozialamt, weil die dort gegebenenfalls zustehenden Leistungen höher wären, als das mögliche Wohngeld. Vor diesem Hintergrund können insbesondere Menschen Wohngeld im Regelfalle nicht erhalten, die gar kein oder nur ein sehr geringes Haushaltseinkommen haben.

Wichtige Informationen für "Rechtskreiswechsler":

Wer vom Leistungsbezug des Sozialamtes (SGB XII) oder des Jobcenters (SGB II) in das Wohngeld wechseln möchte, sollte bitte insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Bei einem Wechsel vom Jobcenter zum Wohngeld endet auch die Betreuung durch die Integrationsfachkräfte des Jobcenters. Leistungen zur Aktivierung und Qualifizierung sowie Angebote der Arbeitsvermittlung werden dann vom Jobcenter nicht mehr erbracht. Da die Wohngeldstelle für derartige Aufgaben nicht zuständig ist, sollten Sie sich bei entsprechenden Bedarfen dann bitte an die Agentur für Arbeit wenden.
  • Wer bislang ausschließlich durch den Leistungsbezug beim Jobcenter krankenversichert ist, muss bei einem Ausscheiden aus dem SGB II-Leistungsbezug möglicherweise eine freiwillige Krankenversicherung beantragen. Die monatlichen Beiträge zur Krankenversicherung müssen dann zusätzlich aufgebracht werden. In solchen Fällen sollte unbedingt vor einem Wechsel noch einmal genau berechnet werden, ob das Wohngeld auch unter Berücksichtigung des Krankenkassenbeitrages tatsächlich bedarfsdeckend ist.
  • Der Leistungsbezug beim Sozialamt oder beim Jobcenter ermöglicht eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag. Mit dem Wechsel ins Wohngeld entfällt die Befreiung zunächst einmal. Der monatliche Rundfunkbeitrag ist zusätzlich aus dem vorhandenen Einkommen aufzubringen. Eine erneute Befreiung oder Ermäßigung ist nur möglich, wenn diese aufgrund eines anderen Tatbestandes durch den Beitragsservice erteilt werden kann.
  • Auch andere Vergünstigungen können bei einer Einstellung der Transferleistungen nach dem SGB II oder SGB XII entfallen, beispielsweise der Anspruch auf das MobiTicket (Sozialticket), die Einkaufsberechtigung bei der Geseker Tafel oder unter Umständen die Berechtigung für den Geseker Familienpass. Bitte lassen Sie sich hierzu ausführlich beraten, sofern Sie einen Wechsel ins Wohngeld beabsichtigen.

Häufige Fragen und Antworten:

Der Gesetzgeber hat zum 01.01.2023 mit einer umfassenden Reform des Wohngeldes u.a. folgende Änderungen eingeführt:

Die Einkommensgrenzen für den Wohngeldbezug wurden geändert. Dadurch haben jetzt wesentlich mehr Menschen einen Anspruch auf Wohngeld. Die Bundesregierung rechnet sogar mit einer möglichen Verdreifachung der Wohngeldberechtigten gegenüber dem Jahr 2022.

Die Berechnungsregeln des Wohngeldes wurden zudem modifiziert. So enthält das Wohngeld jetzt erstmals eine dauerhafte Heizkostenkomponente sowie eine Klimakomponente. Die recht komplizierten Berechnungsformeln möchten wir Ihnen hier ersparen. Im Ergebnis ist es aber jedenfalls so, dass sich das monatliche Wohngeld für die meisten Menschen aufgrund der Anpassungen der Berechnungsfaktoren deutlich erhöht.

Wie weiter oben auf dieser Seite schon erläutert, hat sich die Mietenstufe für Geseke zum 01.01.2023 von 2 auf 1 verändert. Das kann im Einzelfall Auswirkungen auf die Wohngeldhöhe haben. Wohngeldempfänger, deren berücksichtigungsfähige Unterkunftskosten über dem Höchstbetrag nach § 12 des Wohngeldgesetzes liegen, sind davon betroffen, denn die Höchstbeträge der Mietenstufe 1 sind niedriger als die Höchstbeträge der Mietenstufe 2. Wer also in Geseke lebt und Aufwendungen oberhalb des Höchstbetrages hat, wird zum 01.01.2023 voraussichtlich eine etwas geringere Wohngelderhöhung erhalten, als jemand, der in einer Gemeinde mit unveränderten Mietenstufe lebt. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass für die verschiedenen Mietenstufen auch unterschiedliche Einkommensgrenzen gelten. In der Mietenstufe 1 sind die Einkommensgrenzen am niedrigsten.

Sofern Ihnen bereits nach „altem Recht“ Wohngeld gewährt wurde, können Sie bei unveränderten persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen ab dem 01.01.2023 auch nach dem neuen Recht weiterhin Wohngeld erhalten. Voraussichtlich wird sich Ihr monatliches Wohngeld deutlich erhöhen. Da aber IT NRW die Berechnungs- und Zahlsysteme noch nicht angepasst hat, wird der Erhöhungsbetrag erst im Frühjahr nachgezahlt werden. Sie müssen dazu gar nichts veranlassen. Die Nachzahlung kommt automatisch. Wir bitten Sie nur um etwas Geduld. Bis dahin wird Ihr Wohngeld in der bisherigen Höhe weiterhin ausgezahlt. Sollte jedoch Ihr Bewilligungszeitraum auslaufen, müssen Sie spätestens bis zum Ende des Folgemonats einen Weiterleistungsantrag stellen.

Wir bitten Sie in diesem Falle, die Informationen weiter oben auf dieser Internetseite einmal komplett zu lesen. Dort erfahren Sie alles Wissenswerte zum Wohngeld ab 01.01.2023. Insbesondere empfehlen wir Ihnen, einmal eine anonyme Probeberechnung über den Online-Wohngeldrechner durchzuführen. Dann können Sie schon bequem von zu Hause aus (unverbindlich) ermitteln, ob sich ein möglicher Anspruch errechnet und ob ein Wohngeldantrag insofern Sinn macht. Wenn Sie dann noch Fragen haben, die auf dieser Seite nicht beantwortet werden, wenden Sie sich gerne an unsere Wohngeldstelle. Die Kontaktdaten finden Sie nachstehend. Den Wohngeldantrag können Sie online oder in Papierform an uns übermitteln.

Wer nach „altem Recht“ kein Wohngeld erhalten hat und nun nach „neuem Recht“ erstmals Wohngeld beantragen möchte, muss leider mit gewissen Verzögerungen rechnen. Wir haben in den vorstehenden Texten auf dieser Seite ausführlich erläutert, warum wir längere Wartezeiten derzeit nicht ausschließen können und dass die Gründe hierfür im Wesentlichen außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten liegen.

Die Mitarbeiterinnen unserer Wohngeldstelle werden nach besten Kräften versuchen, alle Anträge möglichst zeitnah zu bearbeiten. Dabei können wir auch Vorschüsse auf das zu erwartende Wohngeld auszahlen. Im Rahmen des technisch Machbaren und des tatsächlich Leistbaren werden wir alles tun, um die Wartezeiten möglichst kurz zu halten.

Und selbstverständlich gehen keine Ansprüche verloren, wenn Ihr Antrag rechtzeitig vorliegt. Zustehendes Wohngeld wird stets ab dem Ersten des Antragsmonats nachgezahlt.

Im Interesse einer zügigen Bearbeitung ist auf jeden Fall zu empfehlen, den Antrag möglichst direkt vollständig abzugeben oder fehlende Unterlagen jedenfalls kurzfristig nachzureichen. Solange wesentliche Nachweise fehlen, kann eine Auszahlung - auch vorschussweise - nicht erfolgen.

Zudem bitten wir Sie zu berücksichtigen, dass eine Wohngeldstelle nicht den gesetzlichen Auftrag hat, existenzielle Not umgehend zu beseitigen. Wer sich also in einer akuten Notlage befindet und unmittelbar Hilfe benötigt, sollte sich zunächst an das Jobcenter oder das Sozialamt (je nach Zuständigkeit) wenden. Dort wird, wenn es nötig ist, sofort geholfen.

Ein gleichzeitiger Bezug von Bürgergeld nach dem SGB II und Wohngeld ist im Regelfalle nicht möglich, da das Wohngeldgesetz dies ausschließt. Grundsätzlich kann also im Rahmen der jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen nur entweder Bürgergeld oder Wohngeld gewährt werden.

Leistungsempfänger des Jobcenters sind in der Zeit vom 01.01. bis 30.06.2023 nicht verpflichtet, Wohngeld statt Bürgergeld in Anspruch zu nehmen. Sie können dies aber freiwillig tun.

In Einzelfällen kann Wohngeld tatsächlich die vorteilhaftere Leistung sein. Wenn das Wohngeld im Vergleich zum Bürgergeld höher ist und ein Wechsel vom Bürgergeld zum Wohngeld unter Berücksichtigung aller Umstände keine relevanten Nachteile bringt, kann ein so genannter „Rechtskreiswechsel“ sinnvoll sein.

Bitte lesen Sie dazu unsere wichtigen „Informationen für Rechtskreiswechsler“, die Sie vorstehend auf dieser Seite finden. Falls Sie einen Wechsel vom SGB II-System in das Wohngeld in Betracht ziehen, lassen Sie sich bitte ausführlich vom Jobcenter und der Wohngeldstelle beraten.

Ein gleichzeitiger Bezug von Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung nach dem SGB XII und Wohngeld ist im Regelfalle nicht möglich, da das Wohngeldgesetz dies ausschließt. Grundsätzlich kann also im Rahmen der jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen nur entweder Sozialhilfe oder Wohngeld gewährt werden.

Leistungsempfänger des Sozialamtes sind in der Zeit vom 01.01. bis 30.06.2023 nicht verpflichtet, Wohngeld statt Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. Sie können dies aber freiwillig tun.

In Einzelfällen kann Wohngeld tatsächlich die vorteilhaftere Leistung sein. Wenn das Wohngeld im Vergleich zur Sozialhilfe höher ist und ein Wechsel vom Sozialhilfebezug zum Wohngeld unter Berücksichtigung aller Umstände keine relevanten Nachteile bringt, kann ein so genannter „Rechtskreiswechsel“ sinnvoll sein.

Bitte lesen Sie dazu unsere wichtigen „Informationen für Rechtskreiswechsler“, die Sie vorstehend auf dieser Seite finden. Falls Sie einen Wechsel vom SGB XII-System in das Wohngeld in Betracht ziehen, lassen Sie sich bitte ausführlich vom Sozialamt und der Wohngeldstelle beraten.

Transferleistungen nach dem SGB II (Bürgergeld) oder dem SGB XII (Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt) werden stets individuell und bedarfsdeckend berechnet. Bei Transferleistungsbezug ist daher jederzeit eine auskömmliche Existenzsicherung gewährleistet, da stets genau das gewährt wird, was zum notwendigen Lebensunterhalt benötigt wird.

Wohngeld ist letztendlich ein Tabellenbetrag, eine pauschale monatliche Zahlung. Die Berechnung des Wohngeldes erfolgt nicht mit dem Ziel einer vollständigen Bedarfsdeckung. Häufig wird diese erreicht, aber eben nicht immer. Haushalte oder Menschen mit sehr geringen oder gar keinen Einkünften werden in der Regel mit Wohngeld keine auskömmliche Existenzsicherung darstellen können. Deshalb prüft die Wohngeldstelle auch stets nach Maßgabe einer so genannten Plausibilitätsberechnung, ob bei Inanspruchnahme von Wohngeld mindestens annähernd eine Bedarfsdeckung nach den Regeln des SGB II oder SGB XII erreicht werden kann. Ist dies nicht der Fall, verweist die Wohngeldstelle im Rahmen ihrer Beratungspflichten auf die wirtschaftlich günstigere Leistung und die insoweit zuständige Behörde (z.B. Jobcenter oder Sozialamt).

Wir haben alle Antragsformulare hier für Sie zusammengestellt. Den Link zur Formularsammlung finden Sie auch weiter unten auf dieser Seite. Sie können die Antragstellung entweder digital durchführen oder durch Nutzung unserer Papierformulare (pdf-Dateien).

Ein Kurzantrag bzw. formloser Antrag reicht jedenfalls, um eine Antragsfrist zu wahren, denn Wohngeld wird stets ab dem Ersten des Antragsmonats gewährt. Wenn es also zeitlich knapp wird, ist eine formlose Antragstellung am Monatsletzten ausreichend, um den Beginn des Wohngeldes ab dem Monatsersten sicherzustellen. Alle notwendigen Antragsunterlagen müssen dann allerdings zeitnah nachgereicht werden.

Um eine vorschussweise Auszahlung des Wohngeldes an „Neukunden“ zu ermöglichen, genügt auch ein noch nicht ganz vollständiger Antrag, wenn jedenfalls so viele Informationen und Unterlagen vorliegen, dass ein Wohngeldanspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann. Auch in einem solchen Falle muss der Antrag dann im Nachgang aber vervollständigt werden.

Um in der Wohngeldstelle effizient und schnell arbeiten zu können, empfehlen wir Ihnen allerdings ausdrücklich, Ihren Antrag möglichst von Beginn an vollständig bei uns einzureichen. Jeder formlose bzw. unvollständige Wohngeldantrag verursacht einen deutlich höheren Bearbeitungsaufwand und führt in der Regel zu längeren Wartezeiten.

Eine unverbindliche Probeberechnung ist selbstverständlich nicht verpflichtend. Sie bietet aber folgende Vorteile:

Sie können schon vorab - und übrigens vollständig anonym - erkennen, ob und in welcher Höhe Sie voraussichtlich einen Wohngeldanspruch haben. Sollte sich eindeutig ergeben, dass kein Anspruch auf Wohngeld besteht, können Sie sich den Aufwand einer Antragstellung sparen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns bitte. Wir rechnen dann gerne einmal für Sie nach.

Wenn sich ein Anspruch ermittelt, können Sie uns im Anschluss an die Probeberechnung Ihren Antrag direkt in digitaler Form übermitteln. Das erspart Ihnen lästigen „Papierkram“. Erst im Online-Antrag werden dann Ihre personenbezogenen Daten abgefragt. Alternativ können Sie selbstverständlich auch den Antrag ausdrucken und in in klassischer Form einreichen.

Für uns ist es in der zu erwartenden Überlastungssituation vorteilhaft, wenn Menschen, die Wohngeld definitiv nicht erhalten können, auf eine Antragstellung verzichten. Wir können uns dann voll und ganz auf die Bewilligungen von Wohngeld konzentrieren und müssen weniger Zeit für die Ablehnungen aufwenden.

Weitere Informationen zum Wohngeld

Wir haben nachfolgend weitere Informationen und Vordrucke zum neuen Wohngeld für Sie verlinkt. In der Sammlung finden Sie alles Wissenswerte zum Miet- und Lastenzuschuss und zu den Möglichkeiten einer Antragstellung.


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