Hohe Wasserabgabe: VGW-Trinkwasserampel auf „Gelb“
Die Trinkwasserampel steht für das Versorgungsgebiet der VGW erneut auf „Gelb“. Grund dafür ist die trotz der Sommerferien weiterhin hohe Wasserabgabe.
VGW ruft Bürger*innen und Betriebe daher auf, ihren Trinkwassergebrauch auf das notwendige Maß zu reduzieren. So soll die Versorgung aller Kund*innen auch bei weiterhin hoher Nachfrage sichergestellt werden.
Der Hintergrund: Warum „Stufe Gelb“?
„Durch die anhaltende Trockenheit liegt die bisherige Wasserabgabe in diesem Jahr bereits sehr hoch“, so VGW-Geschäftsführerin Dr. Gesa Kutschera. „Selbst jetzt in den Ferien, in denen sonst der Wasserverbrauch gegenüber Spitzentagen im übrigen Sommer eher zurückgeht, messen wir anhaltend hohe Abgaben. Wir haben bei den geplanten und genehmigten Mengen in unseren Werken und bei den Zulieferern bereits einen weiteren Anstieg und eine vollständige Ausnutzung der Kapazitäten berücksichtigt. Sollte der Absatz aber aufgrund weiter ausbleibender Niederschläge in den nächsten Wochen so hoch bleiben, werden wir die Ressourcen überbeanspruchen müssen.“
Was ist in der Phase „Gelb“ der Trinkwasserampel zu beachten?
• Trinkwasser sollte nur für notwendige Zwecke verwendet werden (Trinken, Lebensmittelzubereitung, Körperpflege, Haushaltsreinigung).
• Den Garten nur noch sehr reduziert bewässern.
• Pools nicht mehr bzw. nur noch äußerst selten befüllen/nachfüllen. VGW gibt keine Standrohre mehr zur Poolbefüllung aus.
• Keine wasserintensiven Reinigungsarbeiten von Wegen, Dächern etc. durchführen.
Alle Informationen zur VGW-Trinkwasserampel, den jeweils aktuellen Status und Tipps zum sorgsamen Umgang mit Trinkwasser gibt es unter
VGW: Die VGW-Trinkwasserampel zeigt an, wie trocken es ist
Leitungsprojekt für eine klimaangepasste Trinkwasserversorgung in OWL
„Die hydraulische Kapazität des VGW-Netzes ist also derzeit nicht der einschränkende Faktor, wie das z. B. Ende Juni der Fall war“, erläutert Betriebsstellenleiter Jonas Hülsmann. „Um die gesamte Leistungsfähigkeit der Trinkwasserversorgung bei VGW mengen- und netzseitig langfristig zu erhöhen und klimaresliient zu machen, planen wir mit Gelsenwasser den Bau einer Trinkwassertransportleitung nach Ostwestfalen. Wenn zukünftig zusätzliches Trinkwasser aus Wasserwerken an der Ruhr zur Verfügung steht und weitere Leitungsmaßnahmen umgesetzt sind, wird die Trinkwasserversorgung bei VGW auch bei steigendem Bedarf zukunftssicher aufgestellt sein.“
Die Leitungsprojekte in Ostwestfalen kommen schrittweise voran: Der Genehmigungsantrag für die OWL‑Leitung von Beckum nach Oelde wurde zur Vorabprüfung eingereicht, weitere Anschlussleitungen in Richtung Rheda‑Wiedenbrück und Varensell befinden sich in Vorbereitung. Genehmigungsprozesse für Trinkwassertransportleitungen sind durch die Behörden nicht wie im Energiebereich (z. B. EnWG, EEG, WindBG, WasserstoffBG, GeoBG) vorrangig bzw. beschleunigt zu behandeln.
Informationen zum Leitungsprojekt gibt es unter Wasserleitungsbau in Ost-Westfalen | Gelsenwasser